Science 

Tanzen könnte Robotern helfen, Vorstellungskraft zu entwickeln

ANYmal tanzt nicht nur zu klassischer Musik, sondern trägt dadurch vielleicht dazu bei, das Roboter später besser evaluieren wie gewisse Dinge zu tun sind.
ANYmal tanzt nicht nur zu klassischer Musik, sondern trägt dadurch vielleicht dazu bei, das Roboter später besser evaluieren wie gewisse Dinge zu tun sind.
Foto: Robotic Systems Lab / Screenshot YouTube
Spaß, aber auch ernsthafte Forschung stecken im Projekt von Schweizer Forschern, die ihren Roboter zu Musik haben tanzen lassen.

Forscher der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) haben einem Roboter beigebracht, zu tanzen. Zwar schaut das Gewackel, das der vierbeinige Roboter veranstaltet, noch etwas unbeholfen aus, für die Forschung ist das Projekt dennoch hochinteressant. Wie der Doktorand Péter Fankhauser gegenüber The Verge erklärt, verlässt sich der Roboter nämlich nicht auf vorprogrammierte Tanzschritte, sondern reagiert in Echtzeit und selbstständig auf die Musik.

Roboter muss planen, wie er sich bewegt

Der Roboter muss dabei nicht nur die Geschwindigkeit der Musik analysieren, sondern auch planen, wie er sich dazu bewegt. Anschließend muss er zu tanzen begonnen und evaluieren, ob er im Takt ist. „Tanzen ist ein sehr menschlicher und bewegungsintensiver Vorgang, es ist schwierig, das nachzustellen“, so Fankhauser.

Roboter tanzt zu Musik

Das Ergebnis ist nicht nur amüsant anzuschauen, sondern könnte auch für die Roboterforschung großen Nutzen haben. Roboter könnten künftig etwa verstärkt selbst herausfinden und anschließend evaluieren, wie sie bestimmte Dinge machen. Fankhauser vergleicht es mit der Vorstellungskraft von Menschen, wie sie eine Aufgabe lösen.

Der Spaß bei der Roboter-Forschung darf nicht fehlen

Dennoch kommt auch der Spaß nicht zu kurz: „Wir machen viel ernsthafte Dinge mit dem Roboter, aber das ist eine spaßige Seite“, so Fankhauser. „Für uns Studierende und für alle Involvierten ist es amüsant, diese Dinge zu machen und die Möglichkeiten von Hardware zu erforschen.

Hervorgegangen aus EU-Projekt

Robotikförderung in der EU: ECHORD und ECHORD++

ANYmal wurde im Rahmen des EU-Projektes ECHORD++ gefördert, das in diesem Jahr sein Ende findet. Mögliche Anwendungsgebiete für die vierbeinige Roboterplattform sind Inspektions- und Manipulationsaufgaben in Industriestandorten, Such- und Rettungsaufgaben in natürlichem Gelände oder Animation und Entertainment.

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