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Das menschliche Wissen soll auf den Mond geschickt werden

Die für die Lunar Library vorgesehenen Platten sollen von einer privaten Luftraumfirma namens Astrobotic zum Mond geflogen werden.
Die für die Lunar Library vorgesehenen Platten sollen von einer privaten Luftraumfirma namens Astrobotic zum Mond geflogen werden.
Foto: Astrobotic
Der Mond bekommt nicht nur ein eigenes LTE-Netz. Er soll auch ein Ort werden, an dem Außerirdische etwas über uns Menschen erfahren können – mithilfe von etwa Wikipedia.

Mit der "Lunar Library", quasi einer Bibliothek auf dem Mond, will der Non-Profit-Verein "Arch Mission" sicherstellen, dass die Kultur und Geschichte der Menschheit für andere noch unbekannte Zivilisationen dokumentiert und erhalten bleibt.

Bereits Mitte 2020 soll die gesamte englischsprachige Wikipedia, aber auch wichtige Beiträge in verschiedenen anderen Sprachen sowie Fotos und andere Dokumente in Miniaturformat auf Metallplatten gelasert und in einer kompakten Box auf den Mond gebracht werden, wie The Verge berichtet.

Wissen auf Nickelquadraten

Man wolle das zusammengetragene, menschliche Wissen, die kulturellen Errungenschaften, und eben auch die Sprachen sowie die Geschichte unserer Zivilisation archivieren und im Sonnensystem verteilen – damit es irgendwann von anderen hochentwickelten Lebensformen entdeckt und entschlüsselt werden könne.

Bewusst setze man bei der Lunar Library nicht auf einen digitalen Speicher, sondern graviere sämtliche Informationen auf haardünne, praktisch unzerstörbare Nickelquadrate, deren Seiten gerade einmal 1,7 Zentimeter lang sind.


Etwa 16.000 gedruckte Seiten passen auf eine Metallscheibe, die mit einem Mikroskop mit 1.000-facher Vergrößerung problemlos gelesen werden können. Auf diese Weise sollen zwischen 25 bis 50 Millionen Seiten voller Text und Bilder gesammelt in einer Box zum Mond geschickt werden.

Mit der Enzyklopädie will es Arch Mission nicht belassen. Über die Jahre und Jahrzehnte sollen weitere Archive zum Mond, aber auch zum Mars geschickt werden, wo mit der Zeit schließlich die "Bibliotheken" entstehen, in denen die Menschheit für außerirdisches Leben katalogisiert wurde.

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Wissen, auch im Tesla Roadster ins All

Das Mond-Projekt ist nicht das erste, mit dem der Verein in der Öffentlichkeit aufgefallen ist. Zuletzt wurde auch Tesla-CEO Elon Musk auf Arch Mission aufmerksam und willigte ein, einen Datenträger mit dem Tesla Roadster ins All zu schicken. Anders als beim geplanten Archiv für den Mond und den Mars war dieser Datenträger aus Quarzglas und hatte auf diesem die „Foundation“-Trilogie von Science Fiction-Autor Isaac Asimov digital gespeichert.

Die für die Lunar Library vorgesehenen Platten sollen von einer privaten Luftraumfirma namens Astrobotic zum Mond geflogen werden. Diese plant ab 2020 Fracht, wie einen neuen Rover und andere Erkundungsroboter zum Mond zu bringen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf futurezone.at.

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