Raumfahrt ist nicht nur eine Angelegenheit für staatliche

Weltraumagenturen

, finanzkräftige Konzerne und ambitionierte Start-ups. Auch kleine Vereine können es schaffen, das All zu erobern. Das Space Team der

Technischen Universität Wien

, finanzkräftige Konzerne und ambitionierte Start-ups. Auch kleine Vereine können es schaffen, das All zu erobern. Das Space Team der

Technischen Universität Wien

etwa verfolgt eine ganze Reihe von Aktivitäten, um Studenten und Schülern die Gelegenheit zu geben, an echten Anwendungen für die Raumfahrt zu experimentieren. Beim „Space Event“ am Mittwochabend zog der Verein ein Resümee um die Projekte des vergangenen Jahres.

Komponenten in Handarbeit

„Unser Ziel ist natürlich immer, ins All zu kommen. Im vergangenen Jahr haben wir das geschafft“, meint

etwa verfolgt eine ganze Reihe von Aktivitäten, um Studenten und Schülern die Gelegenheit zu geben, an echten Anwendungen für die Raumfahrt zu experimentieren. Beim „Space Event“ am Mittwochabend zog der Verein ein Resümee um die Projekte des vergangenen Jahres.

Komponenten in Handarbeit

„Unser Ziel ist natürlich immer, ins All zu kommen. Im vergangenen Jahr haben wir das geschafft“, meint

Andreas Bauernfeind

, Vizepräsident des

Space

, Vizepräsident des

Space

Teams. Am 23.6.2017 – nicht, wie geplant, 2016 – wurde der kleine

Satellit

Teams. Am 23.6.2017 – nicht, wie geplant, 2016 – wurde der kleine

Satellit

Pegasus ins All geschossen, an dem sowohl das

Space

Pegasus ins All geschossen, an dem sowohl das

Space

Team, als auch Studenten der FH Wiener Neustadt, dem Institut für Astrophysik der

Universität Wien

Team, als auch Studenten der FH Wiener Neustadt, dem Institut für Astrophysik der

Universität Wien

und das Österreichische Weltraumforum gearbeitet haben. Bei Pegasus handelt es sich um einen

Cubesat

und das Österreichische Weltraumforum gearbeitet haben. Bei Pegasus handelt es sich um einen

Cubesat

mit den Dimensionen

20x10x10

mit den Dimensionen

20x10x10

Zentimeter, der die Atmosphäre analysieren soll.

Für das

Zentimeter, der die Atmosphäre analysieren soll.

Für das

Space

Team besonders interessant zu sehen war es jedoch, wie sich die Komponenten des

Satelliten

Team besonders interessant zu sehen war es jedoch, wie sich die Komponenten des

Satelliten

, die von Studenten in Handarbeit hergestellt wurden, in der Praxis bewähren würden. Wie

Dominik Kohl

, die von Studenten in Handarbeit hergestellt wurden, in der Praxis bewähren würden. Wie

Dominik Kohl

, der Projektleiter von Pegasus, beim “

Space

, der Projektleiter von Pegasus, beim “

Space

Event“ schildert, hat sich der

Satellit

Event“ schildert, hat sich der

Satellit

als überraschend robust herausgestellt. „Als einen der großen Probleme haben wir zuvor den Programmspeicher gesehen. Der ist nicht strahlungsgeschützt, weil das wesentlich teurer gewesen wäre. Dafür ist er dreifach redundant ausgelegt.“

Fehler in der Zeitmessung

Das

als überraschend robust herausgestellt. „Als einen der großen Probleme haben wir zuvor den Programmspeicher gesehen. Der ist nicht strahlungsgeschützt, weil das wesentlich teurer gewesen wäre. Dafür ist er dreifach redundant ausgelegt.“

Fehler in der Zeitmessung

Das

Space

Team nahm an, dass es in den drei Speichern zu Fehlern kommen würde. Jeweils ein Speicher sollte daraufhin gelöscht und repariert werden, um anschließend wieder in Betrieb zu gehen. „Dennoch haben wir damit gerechnet, dass nach spätestens 125 Tagen ein kritischer Fehler auftauchen würde.“ Nach mittlerweile 328 Tagen im All sei jedoch noch kein einziger Fehler im Speicher aufgetaucht. In einem anderen Teil des

Satelliten

Team nahm an, dass es in den drei Speichern zu Fehlern kommen würde. Jeweils ein Speicher sollte daraufhin gelöscht und repariert werden, um anschließend wieder in Betrieb zu gehen. „Dennoch haben wir damit gerechnet, dass nach spätestens 125 Tagen ein kritischer Fehler auftauchen würde.“ Nach mittlerweile 328 Tagen im All sei jedoch noch kein einziger Fehler im Speicher aufgetaucht. In einem anderen Teil des

Satelliten

kommt es andererseits regelmäßig zu Fehlern, nämlich in der Zeitmessung. Die

Uhren

kommt es andererseits regelmäßig zu Fehlern, nämlich in der Zeitmessung. Die

Uhren

des

Satelliten

des

Satelliten

laufen zu schnell. Warum, ist unklar.

„Über mehrere Wochen ergibt sich jeweils ein Unterschied zur Erdzeit von ein paar Sekunden“, schildert

laufen zu schnell. Warum, ist unklar.

„Über mehrere Wochen ergibt sich jeweils ein Unterschied zur Erdzeit von ein paar Sekunden“, schildert

Kohl

. Es sei daher notwendig, dem

Satelliten

. Es sei daher notwendig, dem

Satelliten

regelmäßig die korrekte Zeitangabe der Erde zu übermitteln. Der Kontakt zum

Satelliten

regelmäßig die korrekte Zeitangabe der Erde zu übermitteln. Der Kontakt zum

Satelliten

besteht nur zwei bis drei Mal pro Tag für jeweils weniger als fünf Minuten. Die Datenrate zwischen

Satellit

besteht nur zwei bis drei Mal pro Tag für jeweils weniger als fünf Minuten. Die Datenrate zwischen

Satellit

und Bodenstation sei vergleichbar „mit Einwahl-Modems aus den Anfängen des Internet“.

„Space Seed“

Ein weiteres Projekt des

und Bodenstation sei vergleichbar „mit Einwahl-Modems aus den Anfängen des Internet“.

„Space Seed“

Ein weiteres Projekt des

Space

Team im vergangenen Jahr ist auf unvorhersehbare Schwierigkeiten gestoßen. Bei “

Team im vergangenen Jahr ist auf unvorhersehbare Schwierigkeiten gestoßen. Bei “

Daedalus

“ ging es darum, ein System zu testen, durch das die Aufprallgeschwindigkeit von Weltraumfracht bei der Rückkehr zur Erde möglichst minimiert werden soll, schildert Projektleiter Clemens

“ ging es darum, ein System zu testen, durch das die Aufprallgeschwindigkeit von Weltraumfracht bei der Rückkehr zur Erde möglichst minimiert werden soll, schildert Projektleiter Clemens

Riegler

. Das Design dieses Systems namens “

. Das Design dieses Systems namens “

Space

Seed

“ ist an jenes von Ahornsamen angelehnt, die ihren Fall vom Baum durch Eigenrotation bremsen. “

“ ist an jenes von Ahornsamen angelehnt, die ihren Fall vom Baum durch Eigenrotation bremsen. “

Daedalus

“ hat sich erfolgreich um einen Platz im

“ hat sich erfolgreich um einen Platz im

REXUS-Programm

der deutschen

Weltraumagentur

der deutschen

Weltraumagentur

DLR

beworben.

beworben.

REXUS

wurde gegründet, um studentische Raumfahrtprojekte zu verwirklichen.

Fehlfunktion setzt Folgestarts aus

Drei Exemplare der “

wurde gegründet, um studentische Raumfahrtprojekte zu verwirklichen.

Fehlfunktion setzt Folgestarts aus

Drei Exemplare der “

Space

Seeds

“ hätten an Bord der Rakete

“ hätten an Bord der Rakete

REXUS

23 vom nordschwedischen

23 vom nordschwedischen

Kiruna

aus 100 Kilometer in die

Höhe

aus 100 Kilometer in die

Höhe

geschossen werden sollen. Der Startort in

geschossen werden sollen. Der Startort in

Kiruna

eignet sich besonders, weil die Umgebung so gut wie unbesiedelt ist. „Dort ist eine riesige Fläche, wo niemand wohnt“, schildert

eignet sich besonders, weil die Umgebung so gut wie unbesiedelt ist. „Dort ist eine riesige Fläche, wo niemand wohnt“, schildert

Riegler

. „Das Schlimmste, was dort passieren kann: Die Rakete fliegt einem Rentier am Schädel.“ Weil die Endmontage der Rakete

. „Das Schlimmste, was dort passieren kann: Die Rakete fliegt einem Rentier am Schädel.“ Weil die Endmontage der Rakete

REXUS

24 früher abgeschlossen war, durfte sie jedoch vor

24 früher abgeschlossen war, durfte sie jedoch vor

REXUS

23 starten. Es kam zu einer Fehlfunktion: Bereits nach wenigen Sekunden trennten sich Raketenmotor und Nutzlast voneinander.

„Das

23 starten. Es kam zu einer Fehlfunktion: Bereits nach wenigen Sekunden trennten sich Raketenmotor und Nutzlast voneinander.

„Das

DLR

hat sich dann entschieden, alle weiteren Starts abzubrechen“, meint

hat sich dann entschieden, alle weiteren Starts abzubrechen“, meint

Riegler

. „Die Entscheidung war schwer für uns, aber richtig. Zuerst müssen der Raketenmotor gefunden und die Ursachen für die Fehlfunktion analysiert werden. Das Problem ist nur: Der Motor ist leider in Tarnfarben angemalt. Er wurde bis jetzt noch nicht gefunden.“ Vorausgesetzt, der Raketenteil wird bald entdeckt, sollte

. „Die Entscheidung war schwer für uns, aber richtig. Zuerst müssen der Raketenmotor gefunden und die Ursachen für die Fehlfunktion analysiert werden. Das Problem ist nur: Der Motor ist leider in Tarnfarben angemalt. Er wurde bis jetzt noch nicht gefunden.“ Vorausgesetzt, der Raketenteil wird bald entdeckt, sollte

REXUS

23 samt “

23 samt “

Space

Seeds

“ an Bord einen neuen Starttermin im November 2018 erhalten.

Frei definierbare Sekundärziele

Ein drittes Projekt, an dem das

“ an Bord einen neuen Starttermin im November 2018 erhalten.

Frei definierbare Sekundärziele

Ein drittes Projekt, an dem das

Space

Team mitarbeitete, ist die Can Sat

Team mitarbeitete, ist die Can Sat

Challenge

. Dieses von der

ESA

. Dieses von der

ESA

finanzierte Programm richtet sich an technikbegeisterte Schüler. Sie sollen Mini-Sonden in Form einer Getränkedose konstruieren, die mit einer Rakete in eine

Höhe

finanzierte Programm richtet sich an technikbegeisterte Schüler. Sie sollen Mini-Sonden in Form einer Getränkedose konstruieren, die mit einer Rakete in eine

Höhe

von 500 Meter geschossen und dort abgeworfen werden. Die Mini-Sonden sollen dabei Auswurfhöhe, Fallgeschwindigkeit und Temperaturprofil ihres Abstiegs an einem Fallschirm aufzeichnen.

Zusätzlich können die Teilnehmerteams auch völlig frei definierbare Sekundärziele festlegen. Da das

von 500 Meter geschossen und dort abgeworfen werden. Die Mini-Sonden sollen dabei Auswurfhöhe, Fallgeschwindigkeit und Temperaturprofil ihres Abstiegs an einem Fallschirm aufzeichnen.

Zusätzlich können die Teilnehmerteams auch völlig frei definierbare Sekundärziele festlegen. Da das

Space

Team seit seiner Gründung im Jahr 2010 bereits eine Vielzahl erfolgreicher Starts kleinerer Raketen vorweisen kann, wurde es für die jüngste Ausgabe der Can Sat

Team seit seiner Gründung im Jahr 2010 bereits eine Vielzahl erfolgreicher Starts kleinerer Raketen vorweisen kann, wurde es für die jüngste Ausgabe der Can Sat

Challenge

als “

als “

Launch

Provider“ ausgewählt.

Ein bürokratischer Hürdenlauf

Projektleiter Christian

Provider“ ausgewählt.

Ein bürokratischer Hürdenlauf

Projektleiter Christian

Plasounig

schilderte beim “

schilderte beim “

Space

Event“, wie sich der bürokratische

Hürdenlauf

Event“, wie sich der bürokratische

Hürdenlauf

bis zu einer Startfreigabe gestaltete. „Zunächst einmal benötigt man einen

bis zu einer Startfreigabe gestaltete. „Zunächst einmal benötigt man einen

P2-Schein

für Pyrotechniker. Damit darf man Raketen starten. Dann ging es darum, von der Austro

für Pyrotechniker. Damit darf man Raketen starten. Dann ging es darum, von der Austro

Control

eine Genehmigung zu erhalten.“ Als Startorte kamen als erste Wahl ein Ort nahe

Linz

eine Genehmigung zu erhalten.“ Als Startorte kamen als erste Wahl ein Ort nahe

Linz

in Betracht, als Alternative ein Flugfeld in

Schärding

in Betracht, als Alternative ein Flugfeld in

Schärding

.

„Für

.

„Für

Linz

haben wir eine Sondergenehmigung gebraucht, weil sich der Startort innerhalb der Kontrollzone des Flughafens

Linz

haben wir eine Sondergenehmigung gebraucht, weil sich der Startort innerhalb der Kontrollzone des Flughafens

Linz

befand.“ Nachdem man die Freigabe durch die Austro

befand.“ Nachdem man die Freigabe durch die Austro

Control

erhalten hatte, wurde dem “

erhalten hatte, wurde dem “

Space

Team“ jedoch mitgeteilt, dass außerdem das

Bundesheer

Team“ jedoch mitgeteilt, dass außerdem das

Bundesheer

seine Einwilligung erteilen müsse. Der Flughafen

seine Einwilligung erteilen müsse. Der Flughafen

Linz-Hörsching

sei nämlich auch als Militärflughafen deklariert.

———-

sei nämlich auch als Militärflughafen deklariert.

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Das

Bundesheer

wiederum erteilte dem Projekt eine Absage, weshalb innerhalb kürzester Zeit das gesamte Prozedere mit der Austro

wiederum erteilte dem Projekt eine Absage, weshalb innerhalb kürzester Zeit das gesamte Prozedere mit der Austro

Control

für den alternativen Startplatz bei

Schärding

für den alternativen Startplatz bei

Schärding

wiederholt werden musste. „Es war alles andere als einfach, aber es hat geklappt“, meint

wiederholt werden musste. „Es war alles andere als einfach, aber es hat geklappt“, meint

Plasounig

. Die Can Sat

. Die Can Sat

Challenge

konnte mit vier Teilnehmerteams stattfinden. Weil an Bord der Rakete Platz für sechs dosenförmige Mini-Sonden war, mussten noch zwei Pepsi-Dosen mitgenommen werden. Warum gerade Pepsi-Dosen?

konnte mit vier Teilnehmerteams stattfinden. Weil an Bord der Rakete Platz für sechs dosenförmige Mini-Sonden war, mussten noch zwei Pepsi-Dosen mitgenommen werden. Warum gerade Pepsi-Dosen?

Plasounig

: „Weil die als einzige immer noch die Norm der

ESA

: „Weil die als einzige immer noch die Norm der

ESA

erfüllen.“

Dieser Artikel erschien zuerst bei futurezone.at.

erfüllen.“

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