Science 

Loch Ness-Monster "Nessi" könnte tatsächlich real sein, laut DNA-Studie

Das berühmte Bild von Nessi im Loch Ness wurde 60 Jahre nach seiner Aufnahme als Fake entlarvt.
Das berühmte Bild von Nessi im Loch Ness wurde 60 Jahre nach seiner Aufnahme als Fake entlarvt.
Foto: Keystone/ Getty Images
Die Suche nach dem Monster vom Loch Ness könnte ihr Ende gefunden haben. Mithilfe von DNA soll das Mysterium von Forschern gelüftet worden sein.

DNA könnte tatsächlich die Antwort auf die Frage "Ist das Loch Ness-Monster 'Nessi' real?" geliefert haben. Bereits im vergangenen Jahr unternahm ein globales Team an Forschern eine Reise zu dem berühmten See in Schottland, um dort ein entsprechendes Experiment durchzuführen. Jetzt könnten ihre Ergebnisse bestätigen, wofür schon Viele vor ihnen für verrückt gehalten wurden.

Loch Ness-Monster Nessi: Das ist bekannt

Die Wissenschaftler entnahmen im Rahmen ihrer Untersuchungen Wasserproben aus drei verschiedenen Tiefen und sammelten sämtliche darin enthaltenen tierischen DNA-Spuren. Diese verschickten sie anschließend an Labore in Neuseeland, Australien, Dänemark und Frankreich.

Jetzt stehen die Ergebnisse der Forschung von Professor Neil Gemmell der Universität von Otago, Neuseeland, und seinem Team fest. Nach eigener Aussage sei man davon "überrascht" gewesen.

Zwar würden die vollständigen Details erst später bekanntgegeben, Gemmell zufolge könnten die Daten, die gegen die gängigsten Theorien rund um Loch Ness-Monster Nessi getestet wurden, vermutlich eine der existierenden Hypothesen bestätigen. Drei andere wären dagegen widerlegbar.

Erst im nächsten Monat sollen alle Ergebnisse präsentiert werden. Gemmel war auch noch nicht bereit, definitiv zu bestätigen, dass das Loch Ness-Monster tatsächlich existiert hat.

Ökologische DNA ist der Schlüssel zu Nessis Spuren

Die Art der DNA-Sammlung, die von Gemmells Team angewendet wurde, gilt bereits als anerkannte Methode für die Überwachung von Walen und Haien. Im Zentrum steht dabei, dass jedes Lebewesen, das sich durch seine Umwelt bewegt, winzige Fragmente an DNS zurücklässt, die erfasst, sequenziert und zur Identifizierung genutzt werden können.

Zum finalen Abgleich greifen Wissenschaftler auf umfangreiche Datenbanken zurück, die bereits die genetischen Sequenzen von Hunderttausenden verschiedener Organismen beinhalten.

Hoffnung auf neue Spezies im Loch Ness

Teamleiter Gemmell wies übrigens im Vorfeld schon ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei der Expedition nicht um eine reine Monsterjagd handele: "Während die Suche nach Beweisen für das Loch Ness-Monster der Aufhänger des Projektes ist, werden wir durch die Arbeit mit Organismen, die den Loch Ness bewohnen, unglaublich viel neues Wissen generieren."

In diesem Zusammenhang erhoffte sich Gemmell zumindest die Dokumentation neuer Spezies, insbesondere von Bakterien, sowie die Bereitstellung wichtiger Informationen zum Ausmaß kürzlich im Loch Ness beobachteter invasiver Arten.

Nessis erste Auftritte

Erste Aufzeichnungen von Loch Ness-Monster Nessi werden mit dem irischen Mönch St. Columba in Verbindung gebracht, der im 6. Jahrhundert ein "Wasserbiest" auf den Grund des Flusses Ness verbannt haben soll.

Das weltweit berühmte Foto des Loch Ness-Monsters stammt dagegen aus dem Jahr 1934. Es zeigt einen Kopf, der mit einem sehr langen Hals aus dem Wasser des Sees ragt. Erst 60 Jahre später wurde bekannt, dass es sich dabei um eine Fälschung handelte. "Nessi" war lediglich ein Seemonster-Model, das auf ein Spielzeug-U-Boot montiert wurde.

Bisher war die Jagd nach Loch Ness-Monster Nessi immer erfolglos

Für Forscher bot das legendäre Monster immer wieder Anlass, auf die Jagd zu gehen. Zahlreiche erfolglose Versuche wurden über die Jahre unternommen. Der jüngste Versuch liegt erst zwei Jahre zurück.

Damals stieß eine hochtechnologisierte Meeresdrohne zwar tatsächlich auf ein Monster, allerdings handelte es sich dabei um eine Filmrequisite, die während der Dreharbeiten zu "The Private Life of Sherlock Holmes" 1970 gesunken war.

Du willst mehr wissen über Gene? Hier sind 10 spannende Fakten über DNA. Forscher arbeiten so eifrig an ihrer Entschlüsselung, dass es sogar schon bald möglich sein könnte, sich neue Gliedmaßen wachsen zu lassen. Die gruseligen Aspekte dieser Forschung zeigen sich jedoch ebenso. So hat ein Mann in China ohne Erlaubnis die ersten genmanipulierten Babys der Welt erschaffen.

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