Science 

NASA übersieht nächsten Asteroiden auf dem Weg zur Erde

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Asteroid im Anflug auf die Erde recht spät gesichtet wurde.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Asteroid im Anflug auf die Erde recht spät gesichtet wurde.
Foto: Daniela Mangiuca
Erst ein paar Stunden, bevor er in der Erdatmosphäre verglüht ist, ist ein Asteroid von der NASA entdeckt worden. Das lag vor allem an seiner Größe.

Die NASA hat einen Asteroiden, der auf die Erde zusteuerte, nur wenige Stunden vor seinem Eintritt in die Erdatmosphäre entdeckt. Das berichtete Cnet. Demnach wurde der „2018 LA“ benannte Asteroid erst am Samstag vom Catalina Sky Survey im US-Bundesstaat entdeckt.

Im Video: Asteroid an der Erde vorbeigeflogen
barend swanepoel


Der lediglich zwei Meter breite Asteroid stellte keine Gefahr dar, er dürfte beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht sein. Diese Szene wurde von einer Webcam in Südafrika festgehalten.

Asteroiden übersehen ist üblich

„2018 LA“ sei der erst dritte bekannte Asteroid, der sich auf Kollisionskurs mit der Erde befand. „Es ist zudem erst das zweite Mal, dass der Ort des Aufpralls vorhergesagt werden konnte“, so Paul Chodas von NASAs Center for Near-Earth Object Studies. Erst im April sorgte ein deutlich größerer Asteroid für Aufsehen: Der 80 Meter breite „2018 GE3“ kam der Erde auf bis zu 120.000 Kilometer nahe und wurde erst wenige Stunden vor dem Vorbeiflug von einem österreichischen Hobby-Astronomen entdeckt.

Auch der 2013 über der russischen Stadt Tscheljabinsk zerbrochene Asteroid wurde vor seinem Eintritt in die Atmosphäre nicht entdeckt. Dieser sorgte für erhebliche Sachschäden und rund 1.500 Verletzte.

NASA zuversichtlich

Laut der NASA habe man den Asteroiden übersehen, weil er zu klein war. „Der Asteroid war kleiner als jene Objekte, die wir aufspüren und vor denen wir warnen sollen“, sagte Lindley Johnson, zuständig für die planetare Abwehr der NASA.

Wie hat die NASA einen Asteroiden gefunden?
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„Dennoch gab uns dieser Vorfall Gelegenheit, unsere Fähigkeiten im realen Einsatz zu testen. Das stimmt uns zuversichtlich, dass unsere Berechnungsmodelle für eine mögliche Kollision ausreichend sind, um auf den Zusammenstoß mit einem größeren Objekt reagieren zu können.“

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