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NASA enthüllt erstaunliches Bild vom größten bekannten Asteroiden

Der größte bekannte Asteroid Ceres wurde von der NASA eindrucksvoll in Bildern festgehalten (Symbolbild).
Der größte bekannte Asteroid Ceres wurde von der NASA eindrucksvoll in Bildern festgehalten (Symbolbild).
Foto: imago images/Science Photo Library
Der Zwergplanet Ceres ist nicht nur ungewöhnlich, weil er zugleich ein Asteroid ist. Ein neues Bild zeigt auch, dass auf seiner Oberfläche Erstaunliches vorgeht.

Ceres ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Er ist riesig, Zwergplanet und Asteroid zugleich, und er beherbergt mit "Ahuna Mons" den größten Berg, der jemals auf einem Asteroiden entdeckt wurde. Ganze 4.000 Kilometer Höhe erreicht der Koloss. Neue NASA-Bilder von Ceres enthüllen nun aber, was nicht für möglich gehalten wurde: Es geht noch erstaunlicher.

NASA-Bild zeigt äußerst ungewöhnliche Seite des Asteroiden

Zu eben jenem Berg, gibt es nun ein Bild, das die NASA am 16. Juni veröffentlichte. Über seine Entstehung wird gegenwärtig stark diskutiert, da eine neue Hypothese dazu aufgestellt wurde. Bisher war nämlich unklar, wie die Formation auf dem Asteroiden zustande gekommen ist.

Die NASA spekuliert gegenwärtig auf Basis von Gravitationsmessungen, dass sich eine Blase Schlamm aus dem tiefen Inneren von Ceres erhoben und durch die eisige Oberfläche gedrückt hat. Danach sei die Blase gefroren.

In genau dieser Region sei das Innere von Ceres nicht stabil, sondern würde sich zumindest teilweise bewegen. Die Blase unterhalb von Ahuna Mons sei daher eine Mischung aus Salzwasser und Gestein. Veröffentlicht wurden die neuen Erkenntnisse zum Asteroiden im Journal "Nature Geoscience".

Schon 2018 machte NASA-Sonde eindrucksvolle Fotos

Schon im vergangenen Jahr, am 9. Juni 2018, startete eine Fotomission im niedrigen Orbit von Ceres. Mit der Raumsonde Dawn hatte die NASA seitdem hunderte Fotos von dem Asteroiden und Zwergplaneten gemacht. Diese flog alle 27 Stunden dicht genug an Ceres vorbei, um die hochauflösende Bilder aufzunehmen. Beim tiefsten Überflug war die Sonde nur 35 Kilometer von der Oberfläche entfernt.

Die besten Fotos des Asteroiden veröffentlichte die Weltraumbehörde anschließend in einer Galerie. Laut der NASA seien die Bilder damals so neu gewesen, dass man noch nicht einmal Zeit gehabt hätte, diese zu analysieren.


Planet Ceres bietet viele Voraussetzungen für Leben

Schon bevor Dawn in den niedrigen Orbit eingetreten war, hatte sie seit März 2015 eifrig fotografiert. Über 50.000 Fotos wurden von Ceres gemacht, von hunderten und tausenden Kilometern Entfernung. Dies half den Forschern die Oberfläche des Asteroiden zu kartografieren.

Dabei wurden auch viele Voraussetzungen für Leben entdeckt. Die NASA war aber skeptisch, dass Dawn noch "Einheimische" vor die Linse bekommen würde: Leben auf Ceres sei trotz der guten Grundbedingungen extrem unwahrscheinlich. Zwar gebe es die nötigen Elemente für Leben, aber sie müssen korrekt zusammengesetzt werden. Bei Tagestemperaturen von minus 73 Grad Celsius und kaum einer Atmosphäre hätten es sogar die primitivsten Mikroben sehr schwer zu überleben.

Raumsonde Dawn steht vor ihrem Ende

Auch die Raumsonde selbst ist nicht mehr "am Leben". Die Nahaufnahmen des Asteroiden und Zwergplaneten waren der Beginn des Endes von Dawn. Zwischen August und Oktober 2018 ging ihr Treibstoff komplett aus. Die Sonde wird vermutlich auf alle Ewigkeit Ceres umkreisen. Der Zwergplanet gilt mit einem Durchmesser von rund 965 Kilometern als der größte bekannte Asteroid.

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