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Zufallsfund: Forscher entdecken zwölf neue Jupiter-Monde

Mit dem Fund der zwölf neuen Jupiter-Monde schlugen die Forscher zwei Fliegen mit einer Klappe.
Mit dem Fund der zwölf neuen Jupiter-Monde schlugen die Forscher zwei Fliegen mit einer Klappe.
Foto: imago/McPHOTO
Die skurrile Entdeckung, die Forscher mit einem Teleskop in Chile machten, wächst die Zahl der Mode des Jupiters auf satte 79.

Jupiter ist größte Planet unseres Sonnensystems. Er hat aber nicht nur einen beachtlichen Umfang, sondern auch mehr Monde als jeder andere Planet unseres Sonnensystems. US-Forscher haben jetzt zwölf neue Monde entdeckt, wodurch die Gesamtzahl auf 79 steigt. Auf Platz zwei ist Saturn mit 62 Monden.

Der Jupiter und seine neuen Monde

Die Entdeckung der neuen Jupiter-Monde war zufällig. Die Forscher waren mit einem Teleskop in Chile auf der Suche nach einem neuen Planeten in unserem Sonnensystem. Zu dem Zeitpunkt war Jupiter gerade in der Nähe des Suchbereichs. So wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Suche nach einem neuen Planeten und nach neuen Jupiter-Monden.

Der neue neunte Planet des Sonnensystems wurde zwar nicht gefunden, dafür aber eben die zwölf neuen Monde. Elf davon haben Durchmesser zwischen einem und drei Kilometern. Neun gehören zu einem Schwarm, der alle zwei Jahre den Jupiter umkreist. Die Forscher vermuten, dass dieser Schwarm ursprünglich aus drei Objekten bestanden hat. Eine Kollision könnte zum Aufbrechen in die neun Teile geführt haben. Zwei der neu entdeckten Monde sind ebenfalls Teil einer Gruppe. Diese ist näher am Jupiter dran. Sie benötigen etwa ein Erdjahr für eine Umrundung des Planeten. Auch sie waren vermutlich Teil eines größeren Objekts.

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Skurriler Mond als Urenkelin

Und dann gibt es da noch einen der neu entdeckten Monde, der sich von den anderen absondert. Seine Entfernung zum Jupiter ist zwischen den zwei Gruppen von Monden einzuordnen. Er braucht für eine Umrundung gut eineinhalb Jahre. Sein Durchmesser ist kleiner als einen Kilometer, was ihn zum kleinsten bisher entdeckten Jupiter-Mond macht.

Seine Flugbahn ist sehr instabil. Laut den Forschern ist es deshalb sehr wahrscheinlich, dass er mit anderen Objekten kollidieren wird. Je nachdem wie groß die Bruchstücke nach dem Crash sind und ob sie weiterhin in einer Umlaufbahn um Jupiter sind, wird es den Mini-Mond also vielleicht nicht mehr lange geben. Die Forscher haben ihn Valetudo benannt. In der römischen Mythologie ist das die Urenkelin von Jupiter und die Personifikation der persönlichen körperlichen Gesundheit und Stärke. Jupiter ist der römische Göttervater.

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