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Lockheed Martin plant die kommerzielle Mondlandung

Auf kommerziellem Wege schafft man die erste bemannte Mondlandung seit gut 46 Jahren.
Auf kommerziellem Wege schafft man die erste bemannte Mondlandung seit gut 46 Jahren.
Foto: Lockheed Martin
Neben Astronauten und der NASA-Fracht soll die Orion-Raumfähre des Herstellers Lockheed Martin offenbar auch kommerzielle Last zum Mond transportieren.

Der US-amerikanische Technologie- und Rüstungskonzern Lockheed Martin beteiligt sich mit seinem Raumschiff "Orion" an dem "Deep Space"-Programm der NASA. Während die erste Mission, EM-1, lediglich unbemannt den Mond passieren soll, wird bereits die Folgemission, EM-2, die Besatzung über den Mond hinaus bringen – weiter als je zuvor. Erst im Rahmen der dritten Reise, EM-3, soll Orion auf dem Mond landen – neben der Fracht der US-Raumfahrtbehörde soll er jedoch auch kommerzielle Lasten dorthin transportieren.

Erste Mondlandung seit über 45 Jahren

Vorrangig bekannt durch den militärischen Zweig des Konzerns, macht die Lockheed Martin Corporation mittlerweile neben militärischer sowie ziviler Luftfahrt und weiteren Unterzweigen auch in Raumfahrt. Eine der bislang größten Errungenschaften des Unternehmens stellt dabei wohl der Orion-Lander dar. Mit Astronauten und Lasten der NASA plant Lockheed, den Lander auf dem Mond abzusetzen. Damit wären die Astronauten an Bord der Maschine die ersten Menschen, die seit der "Apollo 17"-Mission (Dezember 1972) einen Fuß auf den Mond setzen.

Im Rahmen der "Exploration Mission-3" (EM-3) gedenkt das Unternehmen jedoch nicht – wie gewöhnlich – nur Astronauten und Frachten der NASA zum Erdtrabanten zu befördern. Stattdessen öffnet man den Flug der Kommerzialisierung und hat dafür sogar eine eigene Plattform erschaffen. Hier können Unternehmen und Privatpersonen Konzepte vorstellen, die sie gerne der Mission mit auf den Weg geben würden.

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NASA und Lockheed sind offen für Vorschläge

Auch EM-1 und EM-2 können mit eigenen Nutzlast-Konzepten versehen werden. Konkrete hinweise, worum es sich dabei handeln könnte, gibt der Konzern jedoch nicht preis. Vielmehr hofft man mit Hilfe der neuen Plattform feststellen zu können, was der Markt hergibt – beziehungsweise was er sich von den Missionen wünscht.

"Einer der Gründe, warum wir diese Informationen sammeln und warum die NASA wirklich unterstützend war, ist, den Marktpreis herauszufinden und wie nützlich das für die Menschen ist", erklärt Rob Chambers, Direktor der bemannten Raumfahrt bei Lockheed. Zwar bietet der Konzern die kommerzielle Nutzung der Raumfähre bereits für dessen erste Mission an, laut Chambers sei es jedoch wahrscheinlicher, dass die ersten derartigen Lasten erst 2022 oder 2023 im Rahmen der EM-2 transportiert würden.

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