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Wenn Hawkings Theorie stimmt, ist er noch am Leben

Ist Stephen Hawking gar nicht wirklich tot, sondern nur in ein anderes Universum verschwunden?
Ist Stephen Hawking gar nicht wirklich tot, sondern nur in ein anderes Universum verschwunden?
Foto: Dave J Hogan
Der berühmte Physiker Stephen Hawking ist 2018 verstorben. Wenn es nach seiner eigenen Theorie geht, könnte sein Genie aber in einem anderen Universum weiterleben.

Mit seinem 1988 veröffentlichen Bestseller "Eine kurze Geschichte der Zeit" wurde Stephen Hawking zu einer berühmten und anerkannten Persönlichkeit. Obwohl er sich aufgrund seiner Nervenkrankheit nicht mehr aus eigener Kraft durch einen Raum bewegen konnte, trugen die Medien seine Ideen in die ganze Welt. Er warnte vor den Gefahren der künstlichen Intelligenz oder versuchte winzige Raumschiffe in ein anderes Sternensystem zu schicken. Und er erklärte die Idee mehrerer Universen.

Diese Theorie von Hawking lässt vermuten, dass er noch lebt

Mittlerweile ist Stephen Hawking tot. Zu seinen Lebzeiten befürwortete er die Vorstellung, dass es anstelle eines einzigen, uns bekannten Universums unendlich viele davon gebe. Seine Hawkings letzte Arbeit sollte diese Paralleluniversen belegen, auch "Multiversen" genannt. Darin bestünden andere Dimensionen mit einer Welt wie unserer. Möglicherweise wäre Stephen Hawking dort dann noch immer unterwegs und würde nach eine Theorie suchen, die das erklären kann.

Stephen Hawkings Theorie über das Multiuniversum

Stephen Hawking glaubte daran, dass mehrere Hawkings, also mehrere Versionen von ihm, existierten. Seinem intuitiven Verständnis der Quantenmechanik zufolge würde er also noch irgendwo am Leben sein. Tatsächlich könnte er dann sogar in einer Reihe von Orten außerhalb unseres Universums leben. Einst sagte er selbst: "Wenn du dich in einem schwarzen Loch befindest, gib nicht auf. Es gibt einen Ausweg."

Wo steckt Hawking nun?

Was hätte Hawking sich für sich selbst in einer anderen Dimension gewünscht? Es ist wohl dieses Universum, das wir uns am schwersten vorstellen können: eines, in dem Hawking vielleicht nie an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt wäre, in dem er leistungsfähig wäre und noch ein paar Jahrzehnte seine Theorien vor Publikum erklärt hätte. In den Jahren vor seinem Tod hingegen brauchte Hawking Interviewfragen immer frühzeitig, um seine Antworten über die bekannte Sprechmaschine vorzubereiten.

Nicht jeder ist in der Lage, die von Hawking vorgestellten Konzepte zu verstehen. In seinem Lebenswerk erklärte und berechnete er Zusammenhänge zwischen Quantenmechanik und der unergründlichen kosmischen Skala mithilfe von Einsteins Relativitätstheorie. Hawking sagte: "Weil es ein Gesetz wie das der Schwerkraft gibt, kann und wird sich ein Universum selbst aus dem Nichts erschaffen".

Video: Die Lichtgeschwindigkeit | Einsteins Relativitätstheorie

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Nur im schwarzen Loch zu vermuten

Aus der Science Fiction kennen wir schwarze Löcher, die möglicherweise Portale zu anderen Universen sind. Laut Hawking müssten sie nur groß sein und sich drehen, um einen Übergang zu einem anderen Universum darzustellen.

Der berühmte Kosmologe starb im Alter von 76 Jahren in Cambridge. Falls er nach seinem Tod wirklich in einem solchen schwarzen Loch gelandet ist, werden wir das in diesem Leben selbst nicht mehr erfahren. Dafür kannst du aber etwas über die Stationen seines Lebens lesen. Außerdem hat uns Stephen Hawking diese gruseligen Vorhersagen hinterlassen.

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