Erst kürzlich ging die schockierende Nachricht um die Welt: Der chinesische Forscher He Jianku behauptete, die ersten gentechnisch veränderte Babys geschaffen zu haben. Seiner Begeisterung zum Trotz hagelte es Kritik von Seiten Chinas sowie international von Wissenschaftlern und Politikern. Nach der Geburt der CRISPR/Cas9-Zwillinge ist He verschwunden. Jetzt ist klar, warum.

Deshalb ist der chinesische Genbaby-Forscher abgetaucht

Seitdem er die Verwendung der CRISPR-Methode zur Genveränderung Ende November öffentlich verteidigte, war der chinesische Forscher, der die Genbabys erschuf, verschwunden. Unmittelbar nach der Veröffentlichung seiner Ergebnisse wurde er für seine Tätigkeiten verurteilt.

Staat erteilt Hausarrest

Wie die New York Times berichtet, wurden He und seine Familie von der chinesischen Regierung unter Hausarrest gestellt. Anscheinend hält er sich derzeit in einer Wohnanlage für Gastprofessoren auf dem Campus seiner Forschungsanstalt auf: der Southern University of Science and Technology in der chinesischen Stadt Shenzhen. Dort stehe er angeblich unter Aufsicht bewaffneter Wachen. Die Kommunikation per Telefon und E-Mail sei ihm weiterhin erlaubt.

Seine Identität wurde von Hotelmitarbeitern und Mitarbeitern von He’s Genomik-Start-up bestätigt. Die Universität selbst möchte sich nicht dazu äußern und verweist auf „die offiziellen Kanäle“. Der Zugang zu seinen früheren Büros wird verweigert, und sein Wohnsitz von Sicherheitspersonal bewacht.

— Paul Mozur 孟建國 (@paulmozur) December 29, 2018

Seine Identität wurde von Hotelmitarbeitern und Mitarbeitern von He’s Genomik-Start-up bestätigt. Die Universität selbst möchte sich nicht dazu äußern und verweist auf „die offiziellen Kanäle“. Der Zugang zu seinen früheren Büros wird verweigert, und sein Wohnsitz von Sicherheitspersonal bewacht.

Keine Forschung ohne Transparenz

He ist dafür verantwortlich, dass in China die angeblich ersten genmanipulierten Babys zur Welt kamen. Problematisch war, dass es sich nicht um ein transparentes Forschungsvorhaben handelte. Die Welt erfuhr erst von den genmanipulierten Embryonen, als die Zwillinge bereits geboren waren. Ob der Eingriff mittels CRISPR/Cas9-Genschere medizinisch notwenig gewesen wäre, hätte zuvor einer wissenschaftlich korrekten sowie breiten öffentlichen Diskussion bedürft.

Auch ein Gen-Baby, das durch die CRISPR/Cas9-Genschere AIDS-resistent ist, wird derzeit ausgetragen. Der Vorfall ist einer der Science-Durchbrüche 2018, mit denen die Wissenschaft es an die Spitze getrieben hat. Lies auch, wie in China Krebspatienten verschwunden sind, die mit der CRISPR/Cas9-Gentherapie behandelt wurden.

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