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Neues zur Blutmondnacht: Meteorit schlug ein wie eine Tonne Dynamit

Die Blutmondnacht am 21. Januar war einem weiteren Ereignis begleitet worden: einem Meteoriteneinschlag.
Die Blutmondnacht am 21. Januar war einem weiteren Ereignis begleitet worden: einem Meteoriteneinschlag.
Foto: APA/dpa/Julian Stratenschulte
Die Welt war erstaunt, als in der Blutmondnacht passierte: Ein Meteorit schlug in den Erdtrabanten ein. Das haben Forscher jetzt genauer analysiert.

Der Blutmond war das erste große Himmelsspektakel in 2019. Genauer gesagt waren es zwei Spektakel: In der besagten Nacht schlug ein Meteorit in den Erdtrabanten ein. Das Ereignis haben sich Forscher genauer angesehen – und erklären die Kollision.

Deshalb schlug ein Meteorit in den Blutmond ein

In den Tagen nach der Blutmondnacht wurde viel über den Meteoriteneinschlag diskutiert. Forscher sprachen von einem "außergewöhnlichen Zusammenspiel seltener Vorkommnisse". Nun, eine Woche später, haben sie sich das Ereignis genauer angesehen.

Video: Meteorit trifft Blutmond

Forscher aus Kolumbien und der Dominikanischen Republik nahmen sich die Videos des Einschlags vor, die von Amateur-Astronomen aufgenommen worden waren. Sie wollten herausfinden, was ihn verursacht hatte. Aus dem Material rekonstruierten sie den Einschlag. Das geht aus einem Entwurf eines Papers hervor, das in der Zeitschrift Icarus eingereicht und auf dem Pre-Print-Server der Cornell University veröffentlicht wurde.

Wie eine Tonne TNT

Nach der Auswertung des Materials setzen die Wissenschaftler die Wucht der Kollision mit der Energie von 0,9 bis 1,8 Tonnen Dynamit (TNT) gleich. Der Meteorit habe einen Krater auf dem Mond hinterlassen, der bis zu 15 Meter groß sein könnte. Das konnten sie durch die Proben von Mondsonden analysieren.

"Der Aufprall ereignete sich im Gebiet des leicht erkennbaren Byrgius-Kraters, südöstlich von Mare Humoris ", heißt es in der Zeitung. Der Ort, an dem der Meteorit in den Blutmond eingeschlagen war, befindet sich am westlichen Rand des Mondes.

Der Meteorit selbst schien nicht mehr als 30 bis 50 Zentimeter im Durchmesser groß gewesen zu sein. Das Forscherteam schätzt jedoch, dass er mit einer Geschwindigkeit von 13,8 Kilometern pro Sekunde unterwegs war.

Mond hat's nicht leicht

Der Erdtrabant hat es nicht leicht. Seine Oberfläche ist mit Narben von Kratern durchzogen. Regelmäßig wird er von kleineren und größeren Gesteinsbrocken getroffen, weil er eine dünnere Atmosphäre als die Erde hat. Das ist allerdings nicht der Grund dafür, dass seit 45 Jahren keiner mehr auf dem Mond war. Dabei wäre eine Erde ohne Mond eine Katastrophe.

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