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Zwei Monate faul rumliegen? Die NASA und ESA zahlen dir dafür Tausende Dollar

Zwei Monate faul rumliegen? Die NASA und ESA zahlen dir dafür Tausende Dollar

Die Raumfahrtbehörden haben eine Suche nach Freiwilligen gestartet, die für die Forschung und gegen eine ansehnliche Entlohnung "einfach" nur im Bett liegen.
Do, 28.03.2019, 17.57 Uhr

Zwei Monate faul rumliegen? Die NASA und ESA zahlen dir dafür Tausende Dollar

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Die Raumfahrtbehörden haben eine Suche nach Freiwilligen gestartet, die für die Forschung und gegen eine ansehnliche Entlohnung "einfach" nur im Bett liegen.

Die europäische und US-amerikanische Raumfahrtbehörden ESA und NASA haben ein Projekt gestartet, bei dem 12 Männer und 12 Frauen in Köln für ganze 60 Tage nichts weiter tun müssen als im Bett zu liegen. Die Belohnung: Angeblich mehrere Tausend US-Dollar.

NASA und ESA erstellen Studie zu künstlicher Gravitation

Seit dem 25. März haben die Testsubjekte in der :envihab-Einrichtung des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. in ihren Betten Platz genommen. Zum ersten Mal kommt bei einer Studie dieser Art auch eine Zentrifuge zum Einsatz, denn es soll unter anderem untersucht werden, welchen Einfluss künstliche Gravitation auf die Gesundheit von Astronauten hat.

Insgesamt 60 Tage werden die Freiwilligen im Bett verbringen, um die Veränderungen des Körpers zu simulieren, die durch Schwerelosigkeit im Weltall hervorgerufen werden. Fehlt die konstante Einwirkung der Erdanziehung, verkümmern Muskeln und Knochen nämlich mit der Zeit.

Gegewärtig trainieren Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS rund 2,5 Stunden am Tag, um dem entgegenzuwirken. Forscher glauben jedoch, dass es gerade auf Langzeitmissionen sinnvoll sein kann, dem noch regelmäßige Dosen an künstlicher Gravitation hinzuzufügen.

Von wegen "einfach" rumliegen

Für die 24 Studienteilnehmer wird die Untersuchung allerdings nicht ganz so entspannt wie sie sich anhört.

  • Sie dürfen den :envihab-Campus nicht verlassen.
  • Sie verbleiben im Bett, dessen Kopfende rund sechs Grad unter der Horizontlinie liegt, so dass eine leichte Schieflage entsteht.
  • Eine ihrer Schultern muss die Matratze zu jeder Zeit berühren.

Dadurch fließt das Blut der Probanden in ihren Kopf und sie verlieren Muskulatur, weil diese nicht genutzt wird. Forscher werden diese Veränderungen unter Zuhilfenahmen von Testechniken wie Diäten und körperlicher Ertüchtigung untersuchen. Im Fokus steht dabei künstliche Erdanziehung.

So soll ein Teil der Probanden einmal am Tag in die DLR-Zentrifuge. Durch die Drehungen soll das Blut zurück in die Gliedmaßen fließen und den Wissenschaftlern helfen heraus zu finden, ob dies positive Auswirkungen auf den Körper haben kann.

Die Testreihe zu Langzeitbettruhe wird erstmals in Zusammenarbeit zwischen ESA und NASA ausgeführt. Schon früher gab es ähnliche Studien der NASA. Die Bezahlungen lagen dabei laut verschiedenen Medienberichten angeblich im fünf- bis sechstelligen Bereich für mindestens 60 Tage.

Was die Behörden sonst noch treiben? Zum Beispiel sucht die NASA nach außerirdischem Leben. Dagegen sieht die ESA die Zukunft im Bergbau im All.

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