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Cue 3: Toyotas Robo-Basketballer wirft Freiwürfe wie ein Profi

Der Robo-Basketballer Cue 3 von Toyoter versenkt mit Hilfe seiner KI nahezu jeden Freiwurf.
Der Robo-Basketballer Cue 3 von Toyoter versenkt mit Hilfe seiner KI nahezu jeden Freiwurf.
Foto: AP Photo/Yuri Kageyama
"Künstliche Intelligenz" ist das Zauberwort. Auch der Roboter Cue 3 aus dem Hause Toyota nutzt sie, um den perfekten Freiwurf zu machen – immer und immer wieder.

Er kann weder dribbeln noch dunken, doch dank seiner Künstlichen Intelligenz (KI) versenkt der Robo-Basketballer Cue 3 nahezu jeden 3-Punkte-Wurf. In einem Vorwurf von Tokio stellte die 207 Zentimeter große Maschine ihr Können unter Beweis und traf dabei fünf von acht Freiwürfen. Seinen Entwicklern zufolge war dies jedoch noch eine seiner schlechteren Leistungen.

Robo-Basketballer: Das kann die KI des Cue 3

Mit Hilfe in seinem Torso eingearbeiteter Sensoren verschafft sich Cue zunächst ein dreidimensionales Bild der Position des zu treffenden Korbs. Anschließend passt er eigenständig mittels Motoren die Stellung seiner Arme und Knie an, um den Wurf zu meistern. Der japanische Basketballspieler Yudai Baba (Alvark Tokyo Club) begleitete die Präsentation des Roboters der Toyota Motor Corp.

Er sei sogar dazu bereit, den Cue 3 ins Team aufzunehmen, wenn dieser ein paar mehr Tricks beherrsche, erklärte Baba. "Wir menschlichen Spieler sind vorerst noch besser", zitiert ihn jedoch die Associated Press (AP). Nachdem der Roboter seinen ersten Wurf verschoss, sackte er in sich zusammen. Dies habe jedoch nicht an seiner Enttäuschung, sondern vielmehr an einem temporären Stromausfall gelegen.

Roboter-Mensch-Interaktion

Jedoch sei es Toyota bei Cues Entwicklung nicht darum gegangen, den weltbesten Basketballer zu konzipieren. Stattdessen wolle das Unternehmen Wege finden, die Menschen an Roboter zu gewöhnen. Experten zufolge könnten Roboter, die zur Imitation menschlicher Mimik fähig sind, in vielerlei Hinsicht hilfreich sein. Sie könnten beispielsweise als Lieferanten, Fabrikarbeiter oder aber in der Pflege zum Einsatz kommen.

Cue 3 demonstriere komplexe Aktivitäten wie die Verwendung von Sensoren und flinke Berechnungen in Echtzeit, erklärt Oussama Khatib, ein Professor der Stanford University – "visuelles Feedback" nennt er das. "Was Toyota hier tut, bringt wirklich die besten Wahrnehmungsfähigkeiten mit den höchsten Steuerungsfähigkeiten, damit Roboter etwas wirklich Herausforderndes leisten können", erklärt Khatib.

Wie genau es weitergehen wird, steht jedoch noch zwischen den Sternen. Unser Happy End mit Robotern liegt wohl irgendwo zwischen Utopie und Chaos.

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