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Wie bei einem selbstfahrenden Auto – auf diese Technik setzt die ESA bei Asteroiden-Mission

Diese Simulation zeigt die Landung der japanischen Sonde Hayabusa2 auf dem Asteroiden "Ryugu". NASA und ESA wollen in wenigen Jahren eine eigene Mission zu einem anderen Asteroiden starten.
Diese Simulation zeigt die Landung der japanischen Sonde Hayabusa2 auf dem Asteroiden "Ryugu". NASA und ESA wollen in wenigen Jahren eine eigene Mission zu einem anderen Asteroiden starten.
Foto: imago/Xinhua
Bei einer anstehenden Asteroiden-Mission will die ESA auf Technik setzen, die auch auf der Erde zum Einsatz kommt – in selbstfahrenden Autos.

Was wäre, wenn ein riesiger Asteroid Kurs auf die Erde nehmen würde und drohte, diese zu treffen? Eine Frage, die nicht nur in zahlreichen Hollywood-Filmen gestellt wurde, sondern auch Forscher ernsthaft beschäftigt.

ESA setzt auf Technik selbstfahrender Autos

Gemeinsam arbeiten die europäische Weltraumagentur (ESA) und ihr US-amerikanisches Pendant, die NASA, daran, diese Frage zu beantworten. Die nächste Asteroiden-Mission der ESA, die im Jahr 2023 starten könnte, wird dafür auf eine Technik setzen, die auch auf der Erde zum Einsatz kommt - und zwar in selbstfahrenden Autos.

Die Mission mit dem Namen "Hera" soll dazu dienen, den Asteroiden "65803 Didymos" sowie seinen Satelliten, genannt "Didymoon", zu untersuchen.

"Pionierin der Autonomie im Weltraum"

Während ähnliche Missionen vor allem auf Input von der Erde angewiesen sind um ihren Weg im All zu finden, soll "Hera" auf ein automatisches Navigationssystem setzen. Zahlreiche Sensoren, Kameras und Laser sollen dann dafür sorgen, dass das Raumfahrzeug sein Ziel findet.

Die Forscher erhoffen sich von dem neuen System, dass "Hera" in der Lage sein wird, näher an den Asteroiden heranzukommen um so höher auflösende Fotos aufnehmen zu können.

"Wenn Sie denken, dass selbstfahrende Autos die Zukunft auf der Erde seien, dann ist 'Hera' die Pionierin der Autonomie im Weltraum", so Paolo Martino, Ingenieur der ESA, in einem offiziellen Statement.

"AIDA-Mission"

"Hera" ist Teil der "Asteroid Impact and Deflection Assessment"-Mission (AIDA-Mission) an der die ESA und die NASA beteiligt sind. Ziel der Mission ist es, die Theorie zu prüfen, ob die Bahn eines Asteroiden durch den Einschlag einer Raumsonde geändert werden kann, wie die Seite Space berichtet.

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Während die NASA die Mission nutzen will, um ein Raumfahrzeug (Double Asteroid Redirection Test, DART) in den Asteroiden zu rammen, soll "Hera" aus sicherer Entfernung die Folgen dieser Kollision beobachten.

Wichtige Befehle kommen weiterhin von der Erde

Komplett auf den "Autopiloten" soll sich die Mission im Übrigen nicht verlassen. Wichtige Befehle wird "Hera" während des Einsatzes immer noch von der Erde erhalten.

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