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Durchgefallen: Google-KI scheitert an Mathetest einer High School

Die Google-KI scheiterte in einem Mathetest auf High-School-Niveau.
Die Google-KI scheiterte in einem Mathetest auf High-School-Niveau.
Foto: Pexels
Entweder verlangen High Schools 16-Jährigen zu viel ab, oder Googles KI ist einfach noch nicht soweit. Denn das System scheiterte an einem Mathetest.

Die Übernahme durch Maschinen à la Skynet aus "Terminator" lässt wohl noch ein Weilchen auf sich warten. Erst jüngst musste das Forscherteam rund um die Künstliche Intelligenz (KI) der Google-Tochter DeepMind nämlich feststellen, dass ihr System es nicht mal mit dem Mathetest einer britischen High School aufnehmen kann. Wir erklären dir, woran genau das liegt.

Google-KI: DeepMind erklärt Scheitern

Bevor die KI auf den Mathetest losgelassen wurde, kannten sich ihre Algorithmen bereits mit diversen Arten der Algebra, Infinitesimalrechnung und anderen Fallen der Mathematik aus, die in einem High-Shool-Test für 16-Jährige auftauchen könnten. Das Problem jedoch lag offenbar nicht in den Berechnungen, sondern im Verständnis für die Aufgaben.

Einem Paper des DeepMind-Teams zufolge sei es der KI in Teilen nicht gelungen, die Aufgabenstellungen mit all ihren Wörtern, Funktionen und Formeln zu übersetzen. Somit scheiterte das System nicht etwa am Rechnen oder an zu komplizierten Formeln, sondern verstand schlichtweg nicht die Fragen, die es vor sich sah.

Kein Beinbruch

Dennoch gibt die Studie keinerlei Anlass zur Scham. Vielmehr verdeutlicht sie, welch Kapazitäten wir benötigen, um selbst einfache Aufgaben zu lösen. Dabei geht es nicht nur darum, sich den Sinn mathematischer Verfahren einzuprägen, oder die Reihenfolge, in der diese durchgeführt werden müssen, sondern auch darum, ein Problem überhaupt erst in eine Gleichung zu übertragen.

Künstliche Intelligenz hingegen kann damit derzeit noch nicht mithalten. Sie stützt sich auf Daten, Scans und Analysen, die im Falle eines Mathetests – sie erreichte 14 von 40 möglichen Punkten – nicht ausreichen. Andere ebenso menschliche Dinge können jedoch auch KI-Systeme meistern. Toyotas Robo-Basketballer "Cue 3" beispielsweise macht Freiwürfe wie ein Profi.

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