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Nachwuchs aus der Hobbithöhle: Forscher entdecken neue Menschenart

In der Callao-Höhle auf den Philippinen wurden sieben Zähne und sechs kleine Knochen gefunden, die einer bisher unbekannten Menschenart angehören könnten.
In der Callao-Höhle auf den Philippinen wurden sieben Zähne und sechs kleine Knochen gefunden, die einer bisher unbekannten Menschenart angehören könnten.
Foto: imago images / Xinhua
"Der bedeutendste Fund der kommenden Jahre": Forscher sollen eine neue Menschenart auf den Philippinen gefunden haben.

Bei Grabungen in der Callao-Höhle auf den Philippinen machten Forscher eine bahnbrechende Entdeckung: Sie fanden Knochen und Zähne, die ihrer Meinung nach keiner bisherigen menschlichen Gattung zuzuordnen seien. So tauften sie die neue Menschenart auf den Namen Homo luzonensis.

Forscher glauben eine neue Menschenart gefunden zu haben

Die neue Gattung soll vor mindestens 50.000 bis 67.000 Jahren gelebt haben. Es handele sich um einen kleinwüchsigen Menschenaffen, der auf der Philippineninsel Luzon seine Heimat hatte.

Video: Neue Menschenart entdeckt auf den Philippinen

Insgesamt fanden die Forscher laut Fachmagazin Nature sieben Zähne und sechs kleine Knochen. Die südostasiatischen Inseln scheinen eine wahre Fundgrube zu sein – so entdeckten Archäologen in den letzten 15 Jahren nun bereits zum dritten Mal Anzeichen auf unerwartetes frühes menschliches Leben.

Philippinische Inseln sind eine Fundgrube für die Archäologie

Und auch die Insel scheint mehrere zehntausend Jahre alte Geheimnisse zu bergen: Bereits 2004 wurde der Homo floresiensis gefunden, welcher oftmals als "Hobbit" bezeichnet wird. Von dieser spektakulären Entdeckung beflügelt, kehrten die Forscher zurück an ihren Fundort, die Callao-Höhle – und wurden mit den Homo luzonensis wieder fündig.

Die Paläoanthropologin Aida Gómez-Robles vom University College London, die die neuesten Ausgrabungen vor ihrer Veröffentlichung überprüfte, ist jedoch vorsichtig, den Fund eindeutig als neue Menschenart zu klassifizieren. Sie betont aber dennoch, dass auch alle anderen Erklärungsmöglichkeiten für die seltenen Fossilien gleichermaßen faszinierend wären. „Das ist in jedem Fall einer der wichtigsten Funde der kommenden Jahre“.

Einige Rätsel bleiben ungelöst

Trotzdem bleiben noch einige Rätsel offen – etwa, wie die Vorfahren der Homo luzonensis die Philippinen erreicht haben. Manche Hypothesen zur Geschichte der Menschheit sind nahezu abwegig, wie etwa, dass wir eigentlich aus dem All stammen. Wiederum andere Entwicklungen könnten unsere Geschichte umschreiben wie etwa die Genmanipulation von Menschen, die über Intelligenz entscheiden könnte.

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