Science 

Fossilienfund datiert die Vergangenheit des frühen Lebens neu

Symbolbild: Fossilienfunde lassen Rückschlüsse auf das erste Leben auf unserer Erde zu.
Symbolbild: Fossilienfunde lassen Rückschlüsse auf das erste Leben auf unserer Erde zu.
Foto: Pixabay
Forscher entdeckten offenbar 3,5 Milliarden alte Fossilien, die nahelegen, dass bereits viel früher als bisher angenommen Leben auf der Erde existierte.

Die Geschichte des frühen Lebens auf der Erde ist wohl nicht in Stein gemeißelt. Ein 3,5 Milliarden alter Steinbrocken offenbarte mikroskopisch kleine Fossilien, die die Vergangenheit neu datieren.

Frühes Leben auf der Erde existierte schon vor 3,5 Milliarden Jahren

Die jüngste Entdeckung umfasst die ältesten Fossilien, die Wissenschaftler jemals gefunden haben. Diesen Erfolg dürfen Forscher der University of California und der University of Wisconsin verbuchen. Die Überbleibsel sollen beweisen, dass es eine Milliarde Jahre früher als bisher angenommen Leben auf unserer Erde gab.

Verblüffenderweise entdeckte einer der Paläobiologen, Professor William Schopf, die Steinproben bereits 1982. Er beschrieb die Mikrofossilien als Mikroben und Bakterien, die teilweise ausgestorben sind, aber zum Teil auch noch heute existieren. Damals widersprachen einige Forscher seinen Schlussfolgerungen. Sie interpretierten die Funde als gewöhnliche Steinsplitter mit besonderer Form.

Entdeckung könnte Streit unter Forschern beenden

Mit der aktuellen Studie endet laut Business Insider demnach ein seit Jahrzehnten forwährender Diskurs. Denn dem Paläobiologe Schopf und dem Geowissenschaftler Professor John Valley gelang es, eine neue Methode zu entwickeln, mit der sie Fossilien auf präzise Weise untersuchen können.

Indem sie die Kohlenstoff-Zusammensetzung der vermeintlichen Fossilien analysierten und sie daraufhin mit Steinen aus derselben Zeit ohne die Überbleibsel verglichen, konnten sie feststellen, dass die Steine, die Schopf bereits 1982 gefunden hatte, tatsächlich Reste "einfachen Lebens" enthielten.

Video: 10 unglaubliche fossile Entdeckungen

Es gibt weitere Befunde

Das beweise, dass schon vor 3,5 Milliarden Jahren Leben auf der Erde existiert hätte. Forscher aus Nordkanada nehmen allerdings sogar an, dass es bereits noch früher – nämlich vor mindestens 3,77 Milliarden Jahren – Bakterien auf unserem Planeten gegeben hat.

Die Wissenschaftler um Matthew Dodd vom University College London entdeckten laut dem Fachmagazin Nature bestimmte Strukturen in einem Gestein, die im Aufbau so aussehen wie Bakterienkolonien, die man auch heute noch in der Nähe hydrothermaler Quellen finden kann. Zudem fanden sie Eisenoxid-Partikel und Karbonate. Dies seien weitere Hinweise auf frühes Leben.

Fazit: Geburtsstunde von frühem Leben bleibt umstritten

Immer wieder entdecken Forscher bahnbrechende Fossilien oder andere Hinweise auf frühes Leben. In der "Hobbithöhle", in der bereits 2004 die als "Hobbit" bezeichnete Menschenart, der Homo floresiensis, gefunden wurde, tauchten erneut Knochen und Zähne auf, die auf eine komplett neue Menschenart hindeuten. Wieder andere Ausgrabungen betrafen nicht uns Menschen, sondern die Dinosaurier, die vermutlich durch einen Asteroideneinschlag ausgelöscht wurden.

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