Science 

Meteorit aus fremdem Sonnensystem trifft auf die Erde – und keiner hat's bemerkt

Ein interstellarer Meteorit hat uns unbemerkt aufgesucht. Nicht das erste Objekt aus einem anderen Sonnensystem.
Ein interstellarer Meteorit hat uns unbemerkt aufgesucht. Nicht das erste Objekt aus einem anderen Sonnensystem.
Foto: Shutterstock/Oliver Denker
Noch bevor Wissenschaftler vom mysteriösen Weltraumobjekt Oumuamua in den Bann gezogen wurden, könnte ein interstellarer Meteorit auf der Erde eingeschlagen sein.

Seit 2017 sind Astronomen weltweit begeistert und verwundert zugleich, denn "Oumuamua" hat uns einen Besuch abgestattet. Das zigarrenförmige Objekt im All stammt aus einem anderen Sonnensystem und verhält sich äußerst merkwürdig. Noch spannender ist aber, dass anscheinend schon drei Jahre zuvor erstmalig ein interstellarer Meteorit auf der Erde eingeschlagen sein könnte.

Meteorit aus einem anderen Sonnensystem: Das ist darüber bekannt

Eine neue Studie hat den potenziellen und unbemerkten Meteoriteneinschlag auf der Erde ans Licht gebracht. Eine Erkenntnis ist, dass uns Objekte aus anderen Sonnensystem häufiger besuchen könnten als angenommen. Darüber hinaus könnten sie helfen, Leben von Stern zu Stern zu transportieren.

Professor Avi Loeb, einer der Autoren der Studie, erlangte bereits durch seine These Berühmtheit, dass Oumuamua eine Alien-Sonde sei. Gemeinsam mit dem leitenden Autor Amir Siraj hatte er einen Katalog untersucht, der durch US-amerikanischen Sensoren aufgezeichnete Meteoritenerignisse umfasst.

Die Forscher konzentrierten sich dabei ausschließlich auf die schnellsten Objekte. Besonders hohe Geschwindigkeiten suggerieren nämlich mangelnde Bindung durch die Gravitation der Sonne und damit einen Ursprung außerhalb unseres Sonnensystems.

Interstellare Objekte sollen besser entdeckt werden

Loeb und Siraj identifizierten einen Meteor mit einem knappen Meter Durchmesser und einer Geschwindigkeit von rund 216.000 Kilometern pro Stunde, der am 8. Januar 2014 vermerkt wurde. Seine Dichte ließ außerdem vermuten, dass das Objekt während seiner Reise eine gravitationsbedingte Beschleunigung erfahren hatte.

Loeb sagte: "Wenn diese Meteore aus der bewohnbaren Zone eines Stern herauskatapultiert werden, könnten sie helfen, Leben von einem Planetensystem zu einem anderen zu transportieren."

Astronomen planen, in Zukunft ein Alarmsystem zu installieren, das automatisch Teleskope auf Meteore richtet, die sich mit hoher Geschwindigkeit an der Erde vorbei bewegen.

Asteroiden und Meteoriten unter Beobachtung

Auch die NASA hat Flugkörper aus dem All im Blick. Erst kürzlich kam es zu einem Deal mit SpaceX, eine Rakete auf Asteroiden zu schießen, um deren Einschlag zu verhindern. Kein Wunder, dass Forscher weltweit bereits für den Asteroideneinschlag üben, der uns irgendwann zum Verhängnis werden könnte. Allerdings ist es auch genauso möglich, dass wir ohne Vorwarnung von einem Asteroideneinschlag ausgelöscht werden.

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