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Keine Einbildung: Darum hat der Himmel grün-grell geleuchtet

So ähnlich erscheinen Meteoren am Nachthimmel - klassische Sternschnuppe eben.
So ähnlich erscheinen Meteoren am Nachthimmel - klassische Sternschnuppe eben.
Foto: Pixabay
Ein Meteor war in der Nacht zu Mittwoch zu sehen: Der Weltraumkörper ist vermutlich ein Kometenfragment oder ein Asteroidenbruchstück, vermutet ein Experte.

Ein Meteorit ist in der Nacht zu Mittwoch über Berlin, Hamburg und anderen Teile Deutschlands hinweggerast. Wie Dieter Heinlein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt der Berliner Morgenpost erklärte, sei die Feuerkugel um 23.50 Uhr im Westen Berlins am Nachhimmel zu sehen gewesen. Vierzig Augenzeugenberichte sind im Institut eingegangen.

Meteorit über Berlin gesichtet

Der Leiter des DLR-Feuerkugelnetzwerk will die Aufnahmen aus verschiedenen Stationen auswerten. "Es handelt sich entweder um ein Kometenfragment oder ein Asteroidenbruchstück", sagte Heinlein. "Wir wollen mal schauen, worum es sich genau handelt." In den kommenden Tagen werde nach möglichen Resten gesucht.

Laut Heinlein ist es nicht ausgeschlossen, dass Bruchstücke des Meteorits auf dem Boden aufgeschlagen sind. "Größtenteils ist das Objekt in der Atmosphäre verglüht. Klar ist, dass es sich um ein Objekt aus dem Weltall handelt, das mit der Erde zusammengestoßen ist. Es haben sich zufällig die Bahnen gekreuzt."

Keine ungewöhnliche Erscheinung

Ungewöhnlich sei das jedoch nicht, denn Sternschnuppen seien häufig für nur eine halbe bis eine Sekunde zu sehen. In der Nacht erhellte die Feuerkugel den Himmel an mehreren Orten Deutschlands.

"Die meisten Menschen meldeten eine Leuchtdauer von drei bis vier Sekunden", erzählte Heinlein. Vor allem aus Norddeutschland, den Niederlanden und Dänemark seien Meldungen eingegangen. Auch in Berlin gab es viele Beobachtungen des Meteorits.

Meteorit bewegte sich mit etwa 70.000 Stundenkilometer

Wie Heinlein der Berliner Morgenpost erklärte, flitzt eine solche Leuchtkugel mit durchschnittlich 20 bis 30 Kilometer pro Sekunde durch die Atmosphäre, was 70.000 Stundenkilometern entspricht.

Beim Blutmond in diesem Jahr war ebenfalls ein Meteoriteneinschlag zu beobachten. Mit der Kraft von zehn Atombomben war auch ein Meteorit im vergangenen Dezember in der Erdatmosphäre explodiert.

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