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Hayabusa2 sprengt Krater in Asteroiden – und wir haben die ersten Bilder

Die Weltraumagentur JAXA bestätigte Hayabusa2s erfolgreiche Sprengung eines künstlichen Kraters.
Die Weltraumagentur JAXA bestätigte Hayabusa2s erfolgreiche Sprengung eines künstlichen Kraters.
Foto: AP/ap
Die Weltraumagentur JAXA bestätigte am Donnerstag anhand von Bildern, dass die Raumsonde Hayabusa2 den ersten künstlichen Krater in einem Asteroiden geschaffen hat.

Anfang April sprengte die japanische Raumsonde Hayabusa2 einen Krater in den Asteroiden Ryugu, der mehr als 180 Millionen Meilen von der Erde entfernt ist. Hinter der Mission steckt die Weltraumagentur JAXA, die nun erste Vor-und Nachherbilder des Kraters veröffentlichte – und wir zeigen sie dir.

Mission Hayabusa2: Bilder bestätigen Erfolg

Die japanische Weltraumagentur JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) bestätigte die erfolgreiche Sprengung eines Kraters durch die Raumsonde Hayabusa2 via Twitter.

Im Rahmen der Mission schickte JAXA die Sonde im Jahr 2014 zum Asteroiden (162173) Ryugu. Der Plan: Hayabusa2 soll mit Materialproben des Asteroiden im kommenden zur Erde zurückkehren, sodass diese nach ihrer Rückkehr untersucht werden können. Um die riskante Sprengung eines künstlichen Kraters vorzunehmen, musste sich Hayabusa2 dem Asteroiden für den Abschuss eines Sprengkörpers auf 500 Meter nähern und sich danach möglichst schnell wieder entfernen.

"Es ist der weltweit erste Versuch, einen künstlichen Krater mit einem Stoßkörper zu schaffen und ihn danach genau zu untersuchen", erklärte der "Hayabusa 2"-Projektleiter Yuichi Tsuda. "Das ist ein großer Erfolg." Im Jahr 2005 hatte die US-Raumfahrtbehörde NASA zwar bereits einen künstlichen Krater auf einem Kometen geschaffen – jedoch nur zu Beobachtungszwecken.

Der Krater ist größer als erwartet

Die Bilder verdeutlichen, dass der Krater einen ungefähren Durchmesser von zehn Metern aufweist. Das Loch ist somit deutlich klarer zu sehen, als Wissenschaftler der Weltraumorganisation zuvor erwartet hatten. Ursprünglich erwartete JAXA, durch die Sprengung einen 2-3 Meter großen Krater zu kreieren.

Die Gründe dafür sehen die Verantwortlichen der Mission Haybusa2 derzeit in der Beschaffung des Untergrundes des Asteroiden. Nachdem die Sonde auf die Erde zurückgekehrt ist, werden die Materialproben jedoch sicherlich mehr Licht ins Dunkle bringen. Unterdessen sind Wissenschaftler weiterhin auf der Suche nach Hinweisen über die Vergangenheit von Asteroiden – insbesondere Ryugus Vergangenheit.

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