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Im Kampf gegen den Weltraumschrott: SpaceX-Satelliten dürfen jetzt niedriger fliegen

Die Starlink-Satelliten dürfen nun niedriger fliegen.
Die Starlink-Satelliten dürfen nun niedriger fliegen.
Foto: imago images
SpaceX ist dem Traum des Satelliten-Internets ein Stückchen näher gekommen: Um das Risiko von Weltraumschrott zu verringern, dürfen die Starlink-Satelliten jetzt niedriger fliegen.

Mit dem ambitionierten Projekt Starlink plant SpaceX, den Globus mit Breitbandinternet zu versorgen. Nach zahlreichen Tests im vergangenen Jahr stellte das Raumfahrtunternehmen kürzlich eine Anfrage an die US-Kommunikationsbehörde FCC, seine Internet-Satelliten in weitaus niedrigerer Umlaufbahn zu platzieren, als zunächst geplant. Nun hat das Unternehmen die Genehmigung der Behörde erhalten.

FCC genehmigt tiefer fliegende Satelliten

Elon Musk plant, im Rahmen des Projektes Starlink insgesamt über 12.000 Satelliten ins All zu bringen. Ursprünglich sollten diese Satelliten in einer Höhe von 1500 Kilometern angesiedelt werden. Sein Unternehmen SpaceX hat diese Pläne jedoch nach zahlreichen Tests revidiert und die Erlaubnis des FCC(Federal Communications Commission) ersucht, die Satelliten stattdessen in einer Höhe von nur 550 Kilometern von der Erde entfernt zu platzieren.

Das Raumfahrtunternehmen argumentiert, dass tiefer fliegende Satelliten die Möglichkeit des Weltraumschrotts reduzieren, da funktionsunfähige Satelliten somit weitaus schneller aus dem Verkehr gezogen werden könnten. Auch bedeute die Erdnähe ein stärkeres Signal durch weniger verwendete Satelliten, berichtet the Verge.

Diesen neuen Erkenntnisse beruhen besonders auf den Ergebnissen der beiden Starlink-Test-Satelliten Tintin A und TIntin B, die vergangenes Jahr im Februar durch die Falcon 9 erfolgreich im All ausgesetzt wurden.

Gegenwind durch andere Satelliten-Firmen

Die Erlaubnis des FCC ist an die Bedingung gekoppelt, dass SpaceX mindestens die Hälfte der geplanten Satelliten innerhalb der nächsten sechs Jahre in die Umlaufbahn bringt. Die ersten Satelliten sollen durch SpaceX bereits Anfang Mai diesen Jahres in Cape Canaveral in Florida gelauncht werden.

Rivalisierende Weltraumunternehmen wie OneWeb und Kepler Communications reichten jeweils Petitionen gegen die tiefer fliegenden Starlink-Satelliten ein, da diese zahlreiche Probleme kreieren könnten: Aufgrund ähnlicher Frequenzen könnten sich die Satelliten gegenseitig negativ beeinflussen; auch die Möglichkeit von Zusammenstößen kritisierten die Unternehmen. Die FCC lehnte die Petitionen jedoch ab.

Somit ist Elon Musk dem Traum des globalen Satelliten-Internets ein Stückchen näher gekommen. Neben dem Starlink-Projekt verfolgt SpaceX jedoch noch andere Ziele: Mithilfe der NASA will uns das Raumfahrtunternehmen vor Asteroiden beschützen.

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