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NASA-Chef warnt vor Asteroideneinschlag in den nächsten Jahrzehnten

Alle 60 Jahre soll ein Asteroid auf der Erde einschlagen, so die NASA.
Alle 60 Jahre soll ein Asteroid auf der Erde einschlagen, so die NASA.
Foto: imago/Leemage
Während Wissenschaftler von NASA und ESA gegenwärtig für den Ernstfall üben, hat der Chef der amerikanischen Raumfahrtbehörde schlechte Nachrichten.

Im Rahmen der Internationalen Konferenz zur planetarischen Verteidigung, die aktuell in Maryland, USA abgehalten wird, fand der Direktor der NASA, Jim Bridenstine, warnende Worte. Man solle in den kommenden Jahrzehnten damit rechnen, dass ein Asteroid auf der Erde einschlägt.

Asteroideneinschlag: Die Gefahr ist real

Bridenstine zeigte sich besorgt darüber, dass das Ausmaß der Gefahr außerhalb von Extpertenkreisen missverstanden werden könnte: "Wir müssen sicherstellen, dass die Menschen verstehen, das es hierbei (der Konferenz) nicht um Hollywood geht, es geht nicht um Filme. Hier geht es darum, den einzigen Planeten, den wir haben, genau jetzt zu schützen."

Er erklärte weiter, dass durch zahlreiche Blockbuster ein falsches Gefühl von Sicherheit geschürt wurde und wir möglicherweise gegen das durch einen Asteroideneinschlag verursachte Blutbad desensibilisiert worden seien.

Erst 2013, so Bridenstine, war ein 20 Meter großer Meteorit über der Stadt Tscheljabinsk explodiert, der allein durch Schutt und Schockwelle rund 1.500 Menschen ins Krankenhaus gebracht hatte.

"Diese Events sind nicht selten, sie passieren", betonte der NASA-Chef weiter. Einem vorgestellten Modell zufolge müssten wir sogar alle 60 Jahre mit einer solchen Katastrophe rechnen. Allein im 20. Jahrhundert kam es zu mindestens zwei Vorfällen dieser Art:

  • in Tunguska, Russland, am 30. Juni 1908
  • 1930 in Brasilien

NASA und ESA bereiten sich auf Katastrophe vor

Wie ernst das Risiko von Experten genommen wird, zeigt die Simulation, die ebenfalls im Rahmen der Konferenz durchgespielt wird. Forscher simulieren einen möglichen Asteroideneinschlag im Jahr 2027 und versuchen, gemeinsam Maßnahmen und Verteidigungsstrategien zu erarbeiten.

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