Science 

Genschere CRISPR half dabei, ein Gegengift für tödlichste Qualle zu finden

Mittels CRISPR sollen es Forscher geschafft haben, die giftige Würfelqualle aufzuhalten.
Mittels CRISPR sollen es Forscher geschafft haben, die giftige Würfelqualle aufzuhalten.
Foto: imago images / UIG
Die Seewespe bedeutet den Tod. Sie gilt als gefährlichste Qualle der Welt. Forscher ist es nun mittels CRISPR gelungen, ihr Gift auszuschalten.

Die Chironex fleckeri, auch bekannt als Seewespe, ist die gefährlichste ihrer Art. Mit ihrem Gift können auf einen Schlag 250 Menschen getötet werden. Forscher wollen nun mittels CRISPR ein Gegengift für die tödliche Qualle gefunden haben.

Dank CRISPR: Gegengift für tödlichste Qualle

Die Wissenschaftler erstellten mittels CRISPR, einem gentechnischen Verfahren, menschliche Zellen, bei denen bestimmte Gene manipuliert wurden. Daraufhin fügten sie das gefährliche Quallengift der Zelle hinzu. Innerhalb dieses Prozesses entdeckten sie, welche Zellen weiterlebten oder starben, sprich welche Gene für das Überleben der Zellen wichtig sind – diese Erkenntnisse halfen dabei, ein mögliches Gegengift zu schaffen.

Die Ergebnisse veröffentlichte das Team um Greg Neely im Fachjournal Nature Communications. Neely erklärt den Vorgang wie folgt: "Was wir tun, ist Millionen von menschlichen Zellen zu züchten, dann verwenden wir CRISPR, um jedes Gen im menschlichen Erbgut auszuschalten."

Mit dieser Methodik konnten sie feststellen, aufgrund welcher Gene das Quallengift so tödlich ist, und über welchen Weg das Gift die Zellen zerstörte. Schlussendlich waren sie in der Lage, vier Gene zu identifizieren, die den Pfad der Regulation von Cholesterin bestimmen und somit für den tödlichen Prozess verantwortlich sind.

Gift wurde noch 15 Minuten später blockiert

Für diesen Pfad gibt es bereits Medikamente – und genau die knöpfte sich das Team vor. Sie konnten herausfinden, wie man diese Mittel anwenden kann, um die Wirkung des Quallengifts auf menschliche Zellen zu manipulieren. Der bahnbrechende Erfolg: Sie schafften es wohl, das Gift sogar 15 Minuten nach der Auslieferung des Giftstoffes zu blockieren.

Nach Meinung der Forscher wirkt das Medikament, indem es das Cholesterin aus der Zellmembran saugt. Das Quallengift wiederum braucht ebendieses Cholesterin, um sich zu verbreiten."Indem wir diesen Weg für kurze Zeit ausschalten, können wir den Weg des Gifts beenden."

Das Team möchte versuchen, mit Ersthelfern und der Regierung zusammenzuarbeiten, um das Gegenmittel für die Behandlung von Menschen bei gefährlichen Quallen-Unfällen voranzutreiben. Während diese Entwicklung wohl Anlass zur Freude bietet, sind andere Erfolge von CRISPR mit großer Skepsis zu betrachten, wie etwa Chinas uns womöglich intellektuell überlegene Gen-Babies. Letztes Jahr wurden Menschen mit CRISPR-Cas9 behandelt, die daraufhin den Kontakt zu den Forschern verloren.

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