Science 

Die globale Waldzerstörung schreitet voran: Waldkarte offenbart Erschreckendes

Do, 20.06.2019, 16.02 Uhr

Ist unser Planet am Ende? Eventuell bleiben uns nur noch 140 Jahre

Beschreibung anzeigen
Die erste globale Waldkarte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zeigt die Ausdehnung bewaldeter Flächen unseres Planeten und offenbart dabei einen immensen Walschwund.

Die Wälder der Erde schwinden. Die massive Zerstörung dieser entwickelt sich zu einer immer größeren Bedrohung für den Klimaschutz, die Artenvielfalt und die Menschheit selbst. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben das Ausmaß der globalen Waldzerstörung nun in einer einheitlichen Waldkarte dargestellt, die auf Satellitendaten beruht. Diese liefert den ersten einheitlichen Überblick über die Regenwälder in Südamerika, Südostasien und Afrika – und schließt so bisherige Lücken.

Globale Waldzerstörung: Eine Waldkarte aus dem Weltall

Die für wissenschaftliche Nutzer frei zugängliche globale Walkarte wurde im Rahmen der Satellitenmission Tandem-X erstellt. Das Ziel der Mission: Ein weltweit einheitliches, dreidimensionales Abbild der Erde und ihrer Geländeformationen. Die Daten für die Karte lieferten Radarsatelliten, die unabhängig von Wetter oder Tageszeit arbeiteten.

Die Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X umkreisten dafür, nur wenige Hundert Meter voneinander entfernt, die Erde und konnten so die gleichzeitigen Aufnahmen des Geländes aus unterschiedlichen Blickwinkeln ermöglichen. Mithilfe des maschinellen Lernens werteten Forscher des DLR-Instituts für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme folglich die insgesamt 400.000 Datensätze aus, die zwischen 2011 und 2015 gesammelt wurden.

Die Karte offenbart Erschreckendes

Die Karte bietet eine Grundlage für Forschungen zum globalen Wandel und liefert Material für die Klimaforschung, die Forstwirtschaft sowie die Landwirtschaft. Mithilfe Waldkarte aus dem Weltall können Forscher die Entwicklung der Wälder generell besser beobachten.

Dabei offenbart die Karte bereits jetzt Erschreckendes: Etwa ein Drittel der Landmasse auf der Erde ist von Wald bedeckt – laut des DLR fehlt vor allem wegen der Abholzung seit Mitte des 20. Jahrhunderts schon mehr als die Hälfte des globalen Waldbestands.

Der Klimawandel fordert Opfer

Die klimatischen Veränderungen, die der Mensch verursacht, fordern Opfer. Nicht nur die Wälder leiden, sondern auch einige Tierarten sterben aus. Dieses Säugetier ist dem Klimawandel bereits zum Opfer gefallen. Wenn wir Pech haben, hält unser Planet allerdings ohnehin nur noch 140 Jahre durch.

Zu den Kommentaren

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen