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Ressourcenverbrauch 2019: Deutschlands Reserven sind jetzt schon ausgelastet

Deutschlands Ressourcenverbrauch ist zu groß. Die Rohstoffe für 2019 sind bereits aufgebraucht.
Deutschlands Ressourcenverbrauch ist zu groß. Die Rohstoffe für 2019 sind bereits aufgebraucht.
Foto: imago images / Westend61
Seit dem dritten Mai leben wir auf den Kosten anderer Länder. Deutschlands natürliche Ressourcen sind für 2019 nämlich bereits verbraucht.

Deutschland soll für das Jahr 2019 in den ersten vier Monaten bereits so viele Ressourcen verbraucht haben, wie dem Land eigentlich für das gesamte Jahr zustehen. Wäre der Ressourcenverbrauch aller Nationen so hoch wie bei uns in Deutschland, dann wären die Güter der gesamten Welt schon seit einer Woche aufgebraucht. Das bestätigt die Umweltschutzorganisation Germanwatch.

Deutschland verbraucht Ressourcen anderer

Der globale Erdüberlastungstag misst den Zeitpunkt, an dem die menschliche Nachfrage an Rohstoffen die Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Reserven überschritten hat. Das Datum, an dem das in Deutschland der Fall war, war bereits der 3. Mai dieses Jahres. Der globale Durchschnitt wird seinen Rohstoffverbrauch voraussichtlich im August erreichen.

Laut Germanwatch seien die Folgen, dass Deutschland jetzt auf den Kosten kommender Generationen und anderer Nationen lebt. Dieser Umschwung würde vor allem die Menschen im globalen Süden belasten, da diese stärker von den ökologischen Folgen betroffen sind.

CO2-Ausstoß, Massentierhaltung und hoher Energiekonsum

Zu den Gründen für unseren hohen Ressourcenverbrauch zählen der steigende CO2-Ausstoß, die Massentierhaltung sowie ein viel zu hoher Energiekonsum.

Deutschland hat momentan den achtgrößten ökologischen Fußabdruck aller Weltnationen und sorgt damit für ein enormes ökologisches Defizit. Dieses entsteht, wenn der Ressourcenverbrauch eines Landes seine Biokapazität überschreitet.

Im Vergleich wäre ein Land mit einer ausgeglicheneren Ressourcennutzung zum Beispiel Schweden. Dort ist die Biokapazität sogar um 50 Prozent stärker als der ökologische Fußabdruck.

Auch ein UN-Bericht über das Klima gibt Anlass zur Sorge. Demnach könnte es längst zu spät sein, um die Erwärmung der Arktis zu stoppen. Außerdem offenbart eine Karte über globale Waldzerstörung Erschreckendes.

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