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Düstere Zukunft? So können wir den Weltuntergang bis 2050 abwehren

Düstere Zukunft? So können wir den Weltuntergang bis 2050 abwehren
Fr, 10.05.2019, 16.02 Uhr

Düstere Zukunft? So können wir den Weltuntergang bis 2050 abwehren

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Ein Bericht der Vereinten Nationen warnt vor dem Rückgang der Artenvielfalt. Das sei aber erst der Anfang. Denn es könnte noch schlimmer werden, wenn sich nicht einiges bis 2050 ändert.

Eine Millionen Arten sind vom Aussterben bedroht. Diese Zahl muss man erst einmal sacken lassen. Die Anzahl der bedrohten Arten war niemals so hoch im Laufe der Geschichte der Menschheit. Die Zukunft sieht nicht gerade rosig aus. Es muss sich was ändern – und zwar spätestens bis 2050. Sonst sind wir dem Weltuntergang nahe.

Weltuntergang bis 2050: Es ist nicht zu spät

Ein Bericht der Vereinten Nationen in Bonn machte auf diese dramatische Situation kürzlich aufmerksam. "Es ist nicht zu spät einen Unterschied zu machen, aber nur dann, wenn wir jetzt auf allen Ebenen damit beginnen, lokal bis global", betonte Sir Robert Watson von der Organisation Biodiversity and Ecosystem Services gegenüber inverse.

Es ist noch nicht zu spät: Das Schlüsselwort hierfür lautet transformativer Wandel. Dadurch kann die Natur erhalten, wiederhergestellt und nachhaltig genutzt werden. Damit könnten aber auch andere globale Ziele erreicht werden. "Mit transformativem Wandel meinen wir eine grundlegende, systemweite Neuorganisation in Bezug auf technologische, wirtschaftliche und soziale Faktoren, einschließlich Paradigmen, Ziele und Werte", erklärt Watson.

Düstere Zukunft für den Planeten

Eine düstere Zukunft liegt vor unserem Planeten, wenn man dem Bericht Glauben schenkt. Und das trotz unserer Bemühungen auf erneuerbare Energien zu setzen und uns eine nachhaltige Lebensweise anzugewöhnen. Doch es sollte uns möglich sein, diesen Zustand bis 2050 zu ändern, wenn man dem Fahrplan der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien vertraut. Bis dahin sollten wir völlig auf nachhaltige Ressourcen umsteigen können.

Dieser Wandel sollte einen Umbruch auf den Märkten schaffen, sodass erneuerbare Energien teilweise günstiger werden als Kohle. Dies ist entscheidend dafür, um sicherzustellen, dass die Durchschnittstemperaturen nicht mehr als 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau liegen.

Dafür sind aber weitreichende Veränderungen zum Schutz der Umwelt notwendig, die über die reine Reduzierung des CO2-Ausstoßes hinausgehen.

Zauberwort: transformativer Wandel

2015 wurde die Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung veröffentlicht. Hier wurden 17 Ziele gefordert, darunter saubere Energie, technologische Innovation und Klimaschutz. Der neue Bericht bezieht sich auf die derzeitigen negativen Trends in Bezug auf die biologische Vielfalt. Mit anderen Worten, frühere Bewertungen berücksichtigten nicht unbedingt die Auswirkungen der biologischen Vielfalt auf andere Bereiche wie Wirtschaft und Sicherheit.

Werden bis 2050 keine transformativen Veränderungen unternommen, werden sich die negativen Trends für unseren Planten wohl bestätigen. Dies liegt daran, dass der Klimawandel, die Ausbeutung von Organismen und Änderungen der Landnutzung weiterhin Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem haben werden.

Weitere Bereiche, die sich ändern müssen

In dem Bericht werden außerdem viele weitere nachteilige Auswirkungen für die Menschheit hervorgehoben. Insgesamt werden über 2.500 Konflikte thematisiert:

  • fossile Brennstoffe und andere Ressourcen
  • der auf nicht-nachhaltigem Niveau geernteten Meeresfischbestand
  • die 300-prozentige Steigerung der Nahrungsmittelproduktion seit 1970

Einige dieser Gebiete erfordern innovative Lösungen, wie beispielsweise eine tiefere Integration der landwirtschaftlichen Lieferkette zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung.

Hoffnung für die Zukunft?

Eine positive Entwicklung, sei laut Watson, die Schülerstreiks im Rahmen der "Voice For The Planet"-Bewegung. Es sei ein erstes Anzeichen für das Umdenken hinsichtlich einer nachhaltigen Zukunft. Der vollständige Bericht soll im Laufe des Jahres veröffentlicht werden und etwa 1.500 Seiten umfassen.

Die MIT entwickelte ein Computer-Programm, welches den Untergang de Zivilisation schon für 2040 berechnete. Die Doomday Clock sieht den Weltuntergang für uns auch sehr nah: Zwei Minuten entfernt soll dieser für 2019 liegen.

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