Science 

Nie wieder Käsefüße: Forscher arbeiten an einem Anti-Duft

Schweißfüße verursachen einen ekligen Geruch. Forscher kommen der Entwicklung eines Anti-Dufts nun etwas näher.
Schweißfüße verursachen einen ekligen Geruch. Forscher kommen der Entwicklung eines Anti-Dufts nun etwas näher.
Foto: imago images / CHROMORANGE
Stinkefüße sind einfach nur peinlich. Wissenschaftler könnten dem Leid bald ein Ende bereiten, denn sie machten den Rezeptor ausfinden, der für den ekligen Geruch verantwortlich ist.

Vor allem im Sommer sind stinkende Füße für viele eine unangenehme Last. Betroffene dürften sich freuen – denn Forscher haben einen neuen Weg gefunden, der dabei helfen soll, ein Gegenmittel für Schweißfüße zu finden.

Dieses Gegenmittel könnte Schweißfüße künftig bekämpfen

Der Gestank von Schweiß, Käse, Essig und fauligem Kohl wird von Bakterien produziert, die sich besonders zahlreich an den Fußsohlen befinden. Deine Treter entfalten meist ihr volles Aroma, wenn du abends nach Hause kommst und die Füße hochlegst, oder während eines Dates oder bei deinem Sitznachbarn im Zug. Kurz: Schweißfüße können ein Elend sein. Zum Glück gibt es Forscher, die an einem Gegenmittel arbeiten.

Der Schweiß der Füße ist übrigens nicht der Grund für ihren schlechten Geruch. Der Gestank entsteht erst, wenn Bakterien zu Valeriansäure, einer Fettsäure, umbauen. Käsefüße heißen nicht umsonst wie das Milchprodukt zum Essen. Tatsächlich wird laut SZ das Aroma von Käsesorten wie Harzer oder Limburger Käse durch einen ähnlichen Säuremix charakterisiert. Der faulig riechende Kohlgestank von Füßen entsteht ebenfalls durch bakterielle Abbauprozesse.

Mit Käse gegen Stinkefüße

"Gerüche sind sehr komplex, und wie wir sie bewerten, hängt auch vom Kontext ab", erklärt Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum. Wenn man Versuchsteilnehmern etwa ein Stück Käse vor die Nase hält, empfinden sie Stinkefüßer als etwas angenehmer. Bevor das Gehirn also eine Geruchsinformation einordnet, müssen erst entsprechende Duftmoleküle den passenden Rezeptor in der Nase belegen.

Das Team um Hatt konnte genau diesen Rezeptor ausfindig machen. Das soll den Biologen nun dabei helfen, eine Art Anti-Duft zu finden, der den verantwortlichen Rezeptor blockiert.

Bis die Wissenschaftler das Gegenmittel entwickelt haben, helfen bisweilen die üblichen Tricks: Luftige Schuhe, Socken aus Naturfasern und Zitronendüfte, die ein für den Geruch verantwortliches Enzym eliminieren soll. Andere Forscher machen es sich zur Aufgabe, das Gift von tödlichen Quallen mittels CRISPR auszuschalten.

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