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Mediziner warnen: Touchscreens sind schlecht für dich

Touchscreens sind schlecht für uns: Kinder kommen zu früh mit Tablets & Co. in Kontakt.
Touchscreens sind schlecht für uns: Kinder kommen zu früh mit Tablets & Co. in Kontakt.
Foto: imago images / photothek
Kinder kommen immer früher mit Smartphone und Tablet in Kontakt. Das könnte für die Zukunft immer problematischer werden. Denn Mediziner warnen nun vor dem Umgang mit Touchscreens.

Es musste ja so kommen: Die ständige Nutzung von Touchscreens auf Smartphones hat wohl auch negative Auswirkungen auf uns. Mediziner warnen nun: Touchscreens sind schlecht für unsere Fingerfertigkeit.

Touchscreens wirken sich negativ auf uns aus

Denken wir an unsere Jugend zurück, dann erinnert man sich daran, dass man gerne im Freien spielte oder auch Bauklötze und Legosteine zurückgriff. Auch als dann der Computer Einzug in unsere Leben hatte, musste man klobigen Tasten, Mäusen und Joysticks bedienen. Hier hat sich vieles für uns geändert.

Die Kinder heutzutage können zwar auch noch mit Spielsteinen und Holzspielzeug spielen, aber auch in dem neuartigen Spielzeug finden sich viele Displays und Touchscreens wieder. Tatsächlich ist es kein seltener Anblick, dass Kinder mit Smartphones und Tablets gesichtet werden. Und das ist überhaupt nicht gut für unseren Nachwuchs, so Technology Review.

Fingerfertigkeit lässt zu wünschen übrig

Denn technische Geräte mit Touchscreens geben kein physisches Feedback an unsere Finger weiter. Das hat schlechte Auswirkungen auf unsere Fingerfertigkeit, die Dexterität, so Berichte aus der Chirurgie.

Roger Kneebone, Professor of Surgical Education vom Imperial College in London, berichtete gegenüber dem BBC von Problemen des Arztnachwuchs, wenn es um Praktisches ginge. Die Noten wären tadellos, doch wenn es um Schneiden mit Skalpell oder der Umgang mit der Knochensäge ginge, würde es problematisch werden.

Die Zukunft: Roboter in der Chirurgie?

Kneebones Vermutung zielt eben auf Tablets und Smartphones hin: Junge Menschen seien es im Alltag einfach gewohnt, sich auf Wischen von zweidimensionalen, flachen Bildschirmen zu beschränken. Das beeinträchtige die Fingerfertigkeit und mache sich beim Verarzten von Wunden bemerkbar.

Eine Lösung für diese Entwicklung seien Roboter, die in einigen Jahren die Chirurgie übernehmen könnten. Bisher sind Maschinen für komplexe Operationen noch nicht geeignet. Da müsse eben der Mensch ran. Einen Roboterchirurgen einzusetzen, wird noch viel Forschung erfordern.

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Eltern müssen Kinder fördern

Eltern sollten daher ihren Kindern nahelegen, sich weiterhin physisch zu beschäftigen. Das kann mit alltäglichen Tätigkeiten, wie das Kochen sein, das Erlernen eines Musikinstrumentes oder einfach mal kleinere Basteleinheiten einzulegen. Auch Kindergärten und Schulen sollten verstärkt darauf achten, dass die Kinder ihre Fingerfertigkeit stärken. Sonst würde es irgendwann kritisch um die Chirurgie stehen. Apps auf Smartphone und Tablet könnten solche praktischen Übungen nicht ersetzen.

Im ersten Smart Hospital in Deutschland werden Patienten bereits von Robotern operiert. Nicht nur in der Chirurgie könnten Roboter bald eingesetzt werden. Auch der Mensch könnte bald mit der Maschine verschmelzen. Diese Schritte werden im Bereich Transhumanismus bereits unternommen. Die Fingerfertigkeit ist nicht der einzige Karrierekiller: Auch zu wenig Schlaf kann dir die Karriere kosten.

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