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Klimawandel in Deutschland: Schwächelnde Winde sorgen für Wetterextreme

Klimawandel in Deutschland: Jetstreams sorgen für Hitzwellen.
Klimawandel in Deutschland: Jetstreams sorgen für Hitzwellen.
Foto: imago images/Torsten Becker
Immer wieder werden wir mit neuen Gründen für den Klimawandel konfrontiert. Nun konnten Forscher nachweisen, dass Wetterextreme vor allem durch schwächelnde Winde in Deutschland existieren.

Forscher konnten nun einen weiteren mögliche Folge für den Klimawandel in Deutschland feststellen: Die sogenannten Jetstreams sind verantwortlich für das extreme Wetter in der Bundesrepublik. Atmosphärenforscher haben sich mit dem Phänomen der Winde auseinander gesetzt und erklären, wieso sie Einfluss auf den Wetterwechsel haben.

Klimawandel in Deutschland: Jetstreams mischen mit

Wir wundern uns regelmäßig über die zu kalten Winter oder viel zu heißen Sommer. Forscher konnten nun erklären, wodurch das Wetter in diese extremen Richtungen beeinflusst wird. Der wellenförmige Verlauf des Jetstreams im Winter sorge vor allem für Kälteeinbrüche in Mitteleuropa und Nordamerika. Die Atmosphärenforscher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) definieren Jetstreams als ein starkes Westwindband über den mittleren Breitengraden. Die Winde sollen die Wettersysteme von West nach Ost schieben.

Diese Winde wehen, laut der Wissenschaftler, in einer Höhe von etwa zehn Kilometern um die Erde. Die Jetstreams werden von den Temperaturunterschieden zwischen Tropen und Arktis angetrieben. Früher erreichten sie eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 500 Kilometern pro Stunde.

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Schwächelnde Winde sorgen für Hitzewellen

Nun werden die Winde immer schwächer, wie Beobachtungen zeigen. Dies könnte eine Folge des Klimawandels sein, so die Deutsche Welle. Dadurch hat sich ihre Position geändert: Die Jetstreams seien seltener auf einem geraden Kurs parallel zum Äquator. Stattdessen finde man sie in Riesenwellen über der Nordhalbkugel.

Die Forscher des AWI vermuten, dass diese Wellen dazu führen, dass im Winter ungewöhnliche Kaltlufteinbrüche aus der Arktis in den mittleren Breiten eintreffen. Zum Beispiel auch im letzten Jahr im Mittleren Westen der USA, der von extremer Kälte betroffen war.

Der schwächelnde Wind hingegen könnte im Sommer für das Gegenteil sorgen: lang anhaltende Hitzewellen und Trockenheit. So auch in den Jahren 2003, 2006, 2015 und 2018 in Europa.

Rückgang der Arktis beeinflusst die Winde

Dieser Zusammenhang zwischen dem Klimawandel in Deutschland und dem schwächelndem Jetstream ist den Wissenschaftlern schon lange klar. Es war nur bisher nicht möglich diese Veränderung in einem Klimamodell darzustellen.

Ein Grund für die Veränderung der Jetstreams könnte die Antarktis sein. "Unsere Studie zeigt, dass die Veränderungen im Jetstream zumindest teilweise vom Rückgang des arktischen Meereises verursacht werden", sagt Max Rex, der Leiter der AWI-Atmosphärenforschung, gegenüber Scientifc Reports. "Sollte die Eisdecke weiter schrumpfen, gehen wir davon aus, dass die bislang beobachteten Extremwetterereignisse in den mittleren Breiten in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen werden."

In Deutschland machen sich die Wetterextreme vor allem durch die ständig steigenden Temperaturen bemerkbar. Der Klimawandelt ist in Deutschland schon zu spüren. Falls du zum Thema Klimawandel nicht mehr durchsteigst, dann kann dir dieser Chatbot vermutlich weiterhelfen.

Dass die Antarktis nicht nur zum Klimawandel in Deutschland beiträgt, sondern auch Naturwunder birgt, zeigt die verborgene Welt unter dem Eis, die von Forschern erkundet wird.

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