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Forscher lösen Mysterium um riesige Löcher im antarktischen Eis

Forscher haben beobachtet, wie sich riesige Löcher in der Eisoberfläche auf dem Kontinent Antarktis bildeten und kennen jetzt den Grund.
Forscher haben beobachtet, wie sich riesige Löcher in der Eisoberfläche auf dem Kontinent Antarktis bildeten und kennen jetzt den Grund.
Foto: Pexles
Mitten im eisigen Winter der Antarktis bilden sich auf der dicken Eisoberfläche des Ozeans riesige Löcher im Eis. Forscher fanden jetzt heraus, wie die Löcher entstehen.

In der Antarktis bildeten sich in den letzten zwei Jahren mehrere gigantische Löcher auf der Eisoberfläche, die den Ozean bedeckt. Die Polynyas (russich für "Löcher im Eis") sind wirklich enorm – sie gleichen in etwa der kompletten Fläche der Niederlande. Das hat die Wissenschaft natürlich stutzig gemacht. Jetzt haben Forscher allerdings herausgefunden, woher die Löcher im Eis der Antarktis kommen.

Im antarktischen Eis entstehen Löcher, wenn das Wasser zu warm ist

Und das passiert, weil der Ozean unter dem Eis wie ein Cocktail durchgeschüttelt wird. Im Winter blasen zahlreiche, sehr starke Stürme über den Südlichen Ozean, der die Antarktis umgibt. Diese fast schon Hurrikan-artigen Stürme zerbrechen das Eis und erschüttern das Wasser unter ihm. Diese Vorfälle führen dann dazu, dass die kühle Wasseroberfläche mit wärmerem und salzigerem Wasser durchmischt wird, welches das Eis dann zum Schmelzen bringt.

Die Forscher observierten das Vorgehen mithilfe von freischwimmenden Flotten auf dem Ozean, NASA-Satelliten und sogar Sensoren, die auf den Köpfen von Robben befestigt wurden. Außerdem ließ sich ein weiterer Faktor für die Erwärmung erkennen. Ein ozeanisches Plateau, also ein Gebiet, dass sich deutlich vom Ozeanboden erhebt, namens Maud Rise, würde dem wärmeren Wasser auch dabei helfen an die Oberfläche zu gelangen, so Mashable.

Das sind die Folgen der Polynyas

Die Löcher im antarktischen Eis geben massiv Wärme ab und zwar so viel, wie der Südliche Ozean über den ganzen Winter. Diese Wärme wird in die Erdatmosphäre absorbiert und führt zu Wetterfolgen, die den ganzen Globus prägen. So können die Löcher in der Antarktis sogar beeinflussen, wann es in den Tropen regnet.

Die Polynyas sind auf den Klimawandel zurückzuführen. Da sich das Klima immer stärker verändert, können wir mit mehr Löchern im Eis rechnen. Somit schmilzt das Eis der Antarktis weiterhin erheblich. Nicht nur die Polynyas beeinflussen das Klima. Auch dieser Vulkanausbruch änderte das Klima drastisch. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Menschheit wegen des Klimawandels schon 2050 dem Ende naht.

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