Science 

Forschung des Verborgenen: Die unentdeckte Kollision des Mondes mit einem riesigen Asteroid

Ein Asteroideneinschlag in der verdeckten Seite des Mondes fasziniert die Wissenschaft (Symbolbild).
Ein Asteroideneinschlag in der verdeckten Seite des Mondes fasziniert die Wissenschaft (Symbolbild).
Foto: iStock/Marharyta Marko
Der größte Einschlagkrater des Sonnensystems: Erkenntnisse deuten an, dass ein gigantischer Asteroid in den Mond einschlug.

Viele Menschen fasziniert das Verborgene. Einige machen sich diese Begeisterung zum Beruf und widmen sich dessen Forschung. So sind ausgezeichnete Wissenschaftler einem spektakulären Geheimnis auf die Schliche gekommen, das bisher nicht sichtbar war: Der Mond war wohl vor Milliarden von Jahren von einem monumentalen Asteroideneinschlag betroffen.

Asteroideneinschlag im Süden des Mondes

Der Erdtrabant hat eine bewegte Geschichte, einige möglichen Pfeiler sind bereits bekannt, wenige davon endgültig bewiesen. Nun hegen Forscher eine weitere Vermutung, die es in sich hat: Auf der erdabgewandten Seite des Mondes soll vor rund vier Milliarden Jahren ein so großer Himmelskörper im Mond eingeschlagen sein, dass er seine vollständige Kruste durchbrach. Dieser Asteroideneinschlag hinterließ wohl nicht weniger als den bisher verborgenen größten Einschlagkrater des Sonnensystems.

Forscher veröffentlichten im Fachmagazin Geophysical Research Letters einen Beitrag, der nahelegt, dass sich im Südpol-Aitken-Becken des Mondes Überreste des Asteroiden befinden, genaugenommen im Untergrund der erdabgewandten Seite. Die Daten basieren auf Messungen der NASA-Sonden „Grail“ und „Lunar Reconnaissance Orbiter“.

Tief unter der Oberfläche

Den Erkenntnissen nach könnten um die 300 Kilometer tief im Mondmantel große Mengen an Metall liegen, diese wiederum sollen aus dem Kern eines gigantischen Asteroiden stammen. Ähnliche Entdeckungen machten auch bereits chinesische Forscher, die Minerale im Mantel des Mondes ausfindig machten, die ebenfalls aus einem anderen Himmelskörper kommen sollen.

Die Wissenschaftler können nicht ausschließen, dass die Masseanomalie im Mond andere Ursachen hat, am wahrscheinlichsten befinden sie dennoch, dass das Material von einem Asteroid stammt. Die US-Regierung plant 2024 die erste Frau auf den Mond zu schicken, wo unter anderem die besagte Südseite des Erdtrabanten erkundet werden soll. Danach können womöglich bald weitere Aussagen zum Asteroideneinschlag im Mond getroffen werden.

Zu den Kommentaren

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen