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Beschleunigen Hitzewelle und Klimawandel den Weltuntergang? So viele Opfer soll es ab 2050 geben

Do, 20.06.2019, 16.02 Uhr

Ist unser Planet am Ende? Eventuell bleiben uns nur noch 140 Jahre

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Die Debatte um den Klimawandel wurde kürzlich mit einem neuen Horror-Szenario neu entfacht. Demnach sollen Massen an Menschen ab 2050 sterben.

Erst vor kurzem veröffentlichten Forscher des Breakthrough National Centre for Climate Restoration eine Studie zu den dramatischen Folgen von Hitzewellen und Klimawandel, die schon in 30 Jahren zur Auslöschung der Menschheit führen könnten. Andere Wissenschaftler klagen nun darüber, dass durch die Untersuchung maßlos übertrieben wurde. Doch wie viele Menschen werden am Ende tatsächlich Opfer der klimatischen Veränderungen?

Bedeuten Hitzewelle und Klimawandel gleich Weltuntergang?

Dass der Klimawandel durch Hitzewellen und andere Katastrophen zu einer Art Weltuntergang führt und eine Massenvernichtung der Menschheit zur Folge hat, zweifeln Wissenschaftler stark an. Während die Autoren der Studie darauf bestehen, nicht einmal das extremste Szenario skizziert zu haben, halten andere Klimaforscher diese für deutlich überspitzt, wie Vox.com berichtet.

Sechs Experten haben den Bericht genauer untersucht und seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit als gering eingestuft. So seien die aufgestellten Behauptungen zu den Auswirkungen des Klimawandels, wie extreme Hitzewellen, beispielsweise nicht durch Nachweise untermauert.

Auslöschung der Menschheit wird angezweifelt

Die Frage nach der beschriebenen Auslöschung der Menschheit stand ebenfalls im Fokus. Glaubt man der analysierten Studie, hat der Klimawandel ab 2050 fatale Folgen für die Menschen:

  • tödliche Hitzewellen, der 35 Prozent der Bevölkerung ausgesetzt sind
  • ärmere Nationen können aufgrund der Temperaturen und mangelnden Kühlungsmöglichkeiten nicht überleben
  • zwei Milliarden Menschen sind von Wasserknappheit bedroht
  • Lebensmittel werden knapp und die Preise explodieren

Geht es dagegen nach den sechs Forschern, droht uns durch den Klimawandel keineswegs ein Massensterben. Wenngleich auch Institutionen wie die Weltbank Theorien wie einen Anstieg der Temperaturen um 4 Grad Celsius und damit verbundene Hitzewellen, steigende Meeresspiegel, Lebensmittel- und Wasserknappheit teilen, ist zumindest keine Rede von einer Auslöschung unserer Zivilisation.

Was passieren soll, sind folgende Dinge:

  • die rapide Zunahme an Lebenserwartung und Verringerung extremer Armut werden zum Stillstand kommen
  • wir verlieren Jahrzehnte an Fortschritt
  • hunderte Millionen Menschen sterben, wenn sich die Armutsverhältnisse durch den Klimawandel wieder in Extreme umkehren, beispielsweise auf einen Stand von 1980
  • vor allem Menschen mit geringem Einkommen sterben

Klimawandel-Studie schürt Angst

Die sechs Forscher kamen zu dem Schluss, dass der Bericht zwar Ergebnisse anderer Untersuchungen und Experten zusammenfasst, diese jedoch die angsteinflössendsten und spekulativsten sind, die man finden kann.

Manche der Behauptungen seien dagegen einfach falsch. So soll die Aussage zu tödlichen Hitzewellen auf der Definition beruhen, dass durch die hohen Temperaturen mindestens eine Person zu Tode kommen könnte. Die historischen Daten, die hier als Grundlage dienten, würden dabei auch Temperaturen von 30 Grad Celsius als tödlich definieren.

Generell ist man sich sicher, dass uns der Klimawandel nicht alle umbringen wird, schwerwiegende Auswirkungen auf die gesamte Menschheit sind jedoch nicht von der Hand zu weisen. Die meisten Modelle zeigten aber eher, dass der Klimawandel auch durch Hitzewellen zwar zerstörerisch ist, wir ihn aber überleben können.

Die jüngste Studie ist dennoch nicht die einzige, die von einer Art Weltuntergang durch Klimawandel spricht. Auch andere Untersuchungen kamen schon zu dem Schluss, dass die Menschheit in nur 140 Jahren ihr Ende findet. Dass wir einen Klimawandel heraufbeschworen haben, kann zumindest anhand der Hitzewelle in Deutschland und dem unangenehmen Hitzerekord im Juni niemand abstreiten.

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