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Falcon Heavy: 3. SpaceX-Mission endet mit Ozean-Crash

Die Trägerrakete Falcon Heavy des Unternehmens SpaceX startete gen Himmel. Eine der Booster crashte jedoch in den Ozean.
Die Trägerrakete Falcon Heavy des Unternehmens SpaceX startete gen Himmel. Eine der Booster crashte jedoch in den Ozean.
Foto: Joe Raedle/Getty Images
Der nächtliche Raketenstart der weltweit kraftvollsten Trägerrakete endete damit, dass ein Teil dessen sein Ziel verfehlte und anschließend in Flammen aufging.

In der Nacht zum Dienstag hob die Trägerrakete Falcon Heavy zum dritten Mal ab. Bereits im Vorfeld der Mission betonte SpaceX-CEO Elon Musk, dass es sich um die bislang schwierigste Mission der Rakete handele. An Bord befinden sich neben Satelliten für Militär, Regierung und Forschung auch die Atomuhr der NASA, ein Solarsegel und die Asche von 152 Toten. Zwar verlief der Start problemlos, doch der sogenannte "Center Core", verfehlte das angesteuerte Drohnenschiff – und chrashte in den Ozean.

SpaceX: Trägerrakete Falcon Heavy stürzt in den Ozean

Der bis dato komplexeste Raketenstart von SpaceX erwies sich als genauso kompliziert, wie Elon Musk es zuvor vorhersagt hatte: Unter der Missionsbezeichnung STP-2 startete die Falcon Heavy von dem Raketenstartgelände Cape Canaveral Air Force Station am 25. Juni 2019 um 02:30 Uhr der lokalen Ortszeit.

Nach dem erfolgreichen Start der Trägerrakete landeten die wiederverwendbaren seitlichen Booster-Raketen acht Minuten später wie geplant wieder in Cape Canaveral auf festem Boden. Doch der als "Center Core“ bezeichnete Haupt-Booster verfehlte das angesteuerte Drohnenschiff "I Love you", das 1.240 Kilometer vor der US-amerikanischen Küste liegt, und stürzte in den Ozean. Dabei wurde er zerstört.

Zum dritten Mal misslang eine vollständige Landung der Einzelteile

Somit hob die die Super-Rakete Falcon Heavy erst zum dritten Mal ab – und bereits zum dritten Mal misslang eine vollständige Landung der wiederverwendbaren Einzelteile. Bislang ist der Grund für den Absturz des "Center Core" noch nicht abschließend geklärt, berichtet Cnet. Die Fracht scheint aber gesichert.

Das ist alles an Bord

Innerhalb der sechsstündigen Mission sollen insgesamt 24 Satelliten ins All befördert werden, die in drei verschiedenen Bahnhöhen ausgesetzt werden sollen. Das macht den Flug so kompliziert. Zur Fracht der Trägerrakete gehören weiterhin eine Atomuhr der NASA, die die Zeitmessung im All testen wird sowie die Raumsonde Lightsail 2, die ein neuartiges Solarsegel prüfen soll.

Außerdem mit an Bord sind Weltraum-Urnen, die laut den Plänen des Raumfahrtunternehmens 25 Jahre in der Umlaufbahn um die Erde kreisen sollen, bevor sie verglühen. Diese Art von Space-Begräbnis ist für SpaceX übrigens nichts Neues.

Der nächste vergleichbare Start einer Falcon Heavy wird SpaceX-Angaben zufolge frühestens im September 2020 stattfinden.

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