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Leben auf dem Titan? NASA schickt Dragonfly-Drohne zum Saturnmond

Auf dem Saturnmond Titan will die NASA mit der Dragonfly Drohnenmission nach außerirdischem Leben suchen.
Auf dem Saturnmond Titan will die NASA mit der Dragonfly Drohnenmission nach außerirdischem Leben suchen.
Foto: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute
Die NASA hat heute ihren neuesten Coup zum Besten gegeben. 2026 will sie die acht-Rotor-Drohne Dragonfly zum Saturnmond Titan entsenden.

Am Donnerstagabend (Ortszeit) gab die US-Raumfahrtbehörde NASA bekannt, wie der nächste Schritt in der Erforschung unseres Sonnensystems aussehen soll. Bis 2026 wollen die Wissenschaftler eine Dragonfly-Drohne in die Tiefen des Alls entsenden, nach ihrer Ankunft auf dem Saturnmond Titan soll sie sich auf die Suche nach außerirdischem Leben machen.

Dragonfly: NASA will zum Saturnmond Titan

Die acht-Rotor-Drohne Dragonfly ist das jüngste Mitglied des New Frontiers-Programms der NASA und wurde aufgrund der besonderen Beschaffenheit des Titan ausgewählt. Ihre Aufgabe soll darin bestehen, sich auf die Suche nach mikrobischem Leben zu machen. Ganze neun Jahre lang soll die Mission unterwegs sein, bis sie nach einer Strecke von satten 1.352 Millionen Kilometern der Titan erreicht.

Nach seiner Landung soll der Drehflügler knapp über zweieinhalb Jahre mit kurzen Flügen – jeweils knapp acht Kilometer – über die Oberfläche des Titan verbringen. Währenddessen soll die von einem thermoelektrischen Radioisotopen-Generator betriebene Dragonfly-Drohne in vielversprechenden Regionen des Saturnmondes Proben aufnehmen.

"Das Material in den Sandpartikeln kann eine breite Herkunft haben", erklärt Elizabeth Turtle, Mitarbeiterin des Labors für angewandte Physik der Johns Hopkins University.

Drohne sucht nach außerirdischem Leben

Die Ausgangsmission erreicht ihren Abschluss, wenn der Duo-Quadrokopter den Einschlagskrater Selk erreicht hat. "Wir kennen dieses Gebiet recht gut, es gibt eine Menge Daten von den Instrumenten in der Region", so Turtle. Bei dem Selk-Krater handele es sich um ein "hochpriorisiertes Ziel", da er einen Ort darstellt, an dem "organische Stoffe und Wasser in der Vergangenheit zusammengetroffen sein könnten."

Vor gerade mal zwei Jahren stand das Ziel der Mission noch in den Sternen. Damals schwankten die Forscher der NASA mit der Dragonfly-Mission noch zwischen Titan und Tschuri. Nun steht nicht nur das Anlaufziel fest, sondern wir haben auch realistische Aussichten darauf, auf außerirdisches – wenn auch nicht intelligentes – Leben zu treffen.

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