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Dürre in Deutschland: Umweltamt spricht dringliche Warnung aus

Der Klimawandel hat Folgen – das könnte mit uns und der Erde geschehen
Mi, 26.06.2019, 12.30 Uhr

Der Klimawandel hat Folgen – das könnte mit uns und der Erde geschehen

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Bald könnte auch in Deutschland Realität werden, was man bisher nur aus anderen Ländern kennt. Wegen der zunehmenden Hitze und Dürre warnt jetzt das Umweltbundesamt vor einer ungewissen Zukunft.

Die Hitzewellen nehmen auch in Deutschland zu. Die auch vom Klimawandel verursachten Wetterextreme könnten unsere Gesellschaft entzweien. Denn es könnte zu etwas führen, das man hierzulande lange nicht mehr erlebt hat und eher aus dem Fernsehen kennt: Wassermangel. Das Umweltbundesamt warnt jetzt vor einem ausgewachsenen Streit um die lebenswichtige Ressource – falls wir der Dürre in Deutschland nichts entgegenzusetzen haben.

Streiten wir in Dürre-Deutschland bald um Wasser?

Die Verteilung von Wasser ist eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Hierzulande sind wir davon in den vergangenen Jahrzehnten verschont geblieben. Doch das könnte sich nun ändern. Grund dafür sind der Klimawandel, Hitzewellen und Trockenheit. Das Umweltbundesamt warnt jetzt vor den Folgen von Dürre in Deutschland.

Auch in unseren Gefilden könnte uns ein Streit um Wasser drohen, dass sich durch Dürreperioden zu einer knappen Ressource entwickle. "Häufigere trockene Sommer bedeuten auch, dass sich voraussichtlich mehr Nutzer um die Ressource Wasser streiten werden", sagte Jörg Rechenberg, Wasserexperte beim Umweltbundesamt (UBA) der Welt.

Trinkwasser sollte Vorrang haben

Vor allem die Landwirtschaft komme als neuer Nutzer der Vorräte hinzu. Kommunale Wasserversorger hatten bereits eine Warnung vor einem allzu starken Wettbewerb ausgesprochen. Sie wollen dem Trinkwasser den Vorrang geben. Rechenberg zufolge habe die sogenannte Bewässerungslandwirtschaft zwar noch einen geringen Anteil von 2,7 Prozent, der Bedarf falle außerdem regional unterschiedlich aus. Dennoch sei zu erwarten, dass "die Beregnungsbedürftigkeit deutschlandweit tendenziell zunehmen" werde.

Dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) nach sei die Politik in der Verantwortung. "Wir merken gerade, dass unsere Aufgabe zu selbstverständlich wahrgenommen wird: Wasser läuft ja einfach immer aus dem Hahn", sagte VKU-Vizepräsident Karsten Specht der Welt.

Von einem Wassermangel sei aber trotz zunehmender Dürre in Deutschland noch nicht zu sprechen. Dennoch hätten sich die Grundwasserstände vom Regenmangel der vergangenen Jahre noch nicht erholt. Das bestätigte auch Rechenberg, obwohl er anmerkte, dass aktuelle Daten zur Grundwasserversorgung für eine valide Einschätzung der Lage noch fehlten.

3 trockene Sommer und ihre Folgen

Drei dürre Sommer in Folge habe man in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten nicht erlebt. Das zeigte sich bereits in den Haushalten. Beispielsweise in Brandenburg wurden Menschen angehalten, nachhaltig mit Wasser umzugehen. Bei vielen kam zeitweise nichts aus der Leitung.

Wasserleitungen ließen sich nicht sehr viel erweitern, in Zukunft werde aber mit Speichern gearbeitet, die Wasserwerke auf den erhöhten Bedarf ausgerichtet, so Specht.

Die klimatischen Veränderungen machen uns weiter zu schaffen. Denn wer denkt, die Hitzewelle ist zu Ende, der irrt. Aber nicht nur in Dürre-Deutschland, auch global droht wegen des Klimawandels ein Wassermangel historischen Ausmaßes. Eine Studie legt sogar nahe, dass der Klimawandel uns in 140 Jahren auslöschen wird.

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