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Nach SpaceX: Amazon will Tausende Satelliten ins All schießen

Ganz ohne Weltraumschrott im Orbit will Amazon mit "Project Kuiper" sein eigenes Satelliteninternet starten.
Ganz ohne Weltraumschrott im Orbit will Amazon mit "Project Kuiper" sein eigenes Satelliteninternet starten.
Foto: Pixabay
"Mehrere Zehnmillionen" Menschen will Amazon künftig mit Satelliteninternet versorgen. Weltraumschrott soll jedoch ausbleiben.

Nachdem das Raumfahrtunternehmen SpaceX erst vor kurzer Zeit eine Reihe von Satelliten für sein Starlink-Internet ins All schoss, will nun auch Amazon mitmischen. Bei der Federal Communications Commission (FCC), der US-Behörde zur Regelung der Kommunikationswege Rundfunk, Satellit und Kabel, fragte das Unternehmen den Start von insgesamt rund 3.236 Satelliten als Teil des Projekts Kuiper an.

Amazon-Satelliten: Project Kuiper ohne Weltraumschrott

In Höhen von 589 bis 629 Kilometern sollen die künstlichen Trabanten auf 98 Umlaufbahnen fliegen. Im Rahmen der Anfrage erklärte der Handelsriese, er wolle auf diese Weise "mehrere Zehnmillionen" Menschen weltweit verbinden. Dennoch merkte Amazon an, seine Satelliten würden nicht die gesamte Fläche abdecken – in den USA blieben beispielsweise Teile von Alaska unversorgt.

SpaceX wiederum startete mit rund 60 Satelliten, insgesamt sollen es dort allerdings 12.000 werden. Dabei geht Amazon jedoch direkt auf eine Frage ein, die Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft bereits im Kontext des Satelliteninternet von SpaceX beschäftigte: Weltraumschrott. Ungeachtet der Tatsache, ob ein Satellit noch im Kontakt mit der Erde steht oder nicht, soll sich jeder von ihnen automatisch nach weniger als 10 Jahren wieder vom Erd-Orbit lösen.

Zeitplan noch unklar

Obwohl Amazon mit seinem Satelliten-Projekt Kuiper durchaus ambitionierte Pläne verfolgt, ist bislang noch nicht klar, wann es anlaufen soll. Wenngleich zunächst noch die Antwort der FCC aussteht, wirkt es doch zumindest so, als mache sich das Unternehmen bereits seit geraumer Zeit Gedanken zu der Thematik. Allzu lange dürfte es also nicht mehr dauern, wenn die Anfrage erstmal durch ist.

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