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Haut und Knochen aus dem 3D-Drucker: Die Absicherung der Mars-Crew

Mit Haut und Knochen aus dem 3D-Biodrucker sollen ernste Verletzungen der ersten Mars-Crew behandelt werden können.
Mit Haut und Knochen aus dem 3D-Biodrucker sollen ernste Verletzungen der ersten Mars-Crew behandelt werden können.
Foto: ESA / SJM Photography
Nicht nur die USA wollen mit der NASA den Markt besuchen. Auch die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA) geht in ihren Plänen bereits ins Detail.

Längst kann nicht mehr nur die Industrie vom 3D-Druck profitieren, denn auch Biologen und Mediziner haben die Technologie für sich entdeckt. Allen voran geht dabei die Europäische Raumfahrtagentur (ESA), die auf diese Weise eine Art der Absicherung für ihre Astronauten auf dem Mars schaffen will. So sollen künftige Missionen, sich im Notfall Haut und Knochen drucken können.

Mars-Crews müssen sich selbst versorgen

Mit einem bemannten Raumfahrzeug dürfte ein Flug zum roten Planeten nach aktuellem Wissensstand zwischen 15 und 16 Monaten beanschpruchen. Ähnlich lang würde es also auch dauern, wenn Bedarf auf Rettung bestünde. Daher ist es umso wichtiger, dass sich die Mars-Crews der Zukunft selbst versorgen können – im Ernstfall gehören dazu auch medizinische Eingriffe.

Da der Mars nun aber nicht gerade eine unbegrenzte Auswahl an Spendern bietet, wird die Wissenschaft erfinderisch. So gelang erst jüngst Wissenschaftlern des Universitätsklinikums der TU Dresden der Biodruck von Haut und Knochen für die Anwendung im All. Obwohl sich diese Art der Behandlung derzeit noch in den ersten Zügen befindet, wäre die Technologie an sich auch in der (annähernden) Schwerelosigkeit anwendbar.

Video: Haut aus dem 3D-Biodrucker

Biodruck für Haut und Knochen

"Im Fall von Verbrennungen, könnte beispielsweise brandneue Haut biogedruckt, statt von irgendwo anders auf dem Körper des Astrunauts transplantiert zu werden", erklärte Tommaso Gidini, Leiter der ESA-Abteilung, die das Projekt beaufsichtigt in einem Statement. Auf diese Weise würden Sekundärschäden vermieden, die in der Mars-Atmosphäre möglicherweise nicht ganz so schnell heilen.

Doch soll die Technologie nicht nur auf dem Mars, sondern auch auf der Reise selbst schlimmeres vermeiden und funktioniert daher auch in der Schwerelosigkeit. Vielleicht gelingt es den ersten Astronauten, die den roten Planeten betreten ja sogar, einige seiner Geheimnisse zu lüften. So beispielsweise das des myseriösen neuen Kraters, der jüngst gesichtet worden ist – oder aber die Rätsel um das geheimnisvolle weiße Licht, das auf dem Mars brennt.

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