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Fehlstart: Eine Vega-Rakete geht zwei Minuten nach dem Start verloren

Eigentlich sollte es mit der Vega-Rakete von Arianespace hoch hinaus gehen. Ein Fehlstart wurde dann zur Realität.
Eigentlich sollte es mit der Vega-Rakete von Arianespace hoch hinaus gehen. Ein Fehlstart wurde dann zur Realität.
Foto: iStock/3DSclupltor
Eigentlich sollte die Vega-Rakete am Donnerstagmorgen den Erdbeobachtungssatelliten FalconEye1 ins All schicken. Plötzlich verunglückte sie dann aber im Meer.

Vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guyana aus sollte die europäische Rakete am Donnerstagmorgen ins All steigen. Aufgrund unvorhergesehener Probleme landete sie aber schließlich im Meer. Etwa zwei Minuten nachdem man den Flugkörper angezündet hatte, hatte dieser mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Es ist der erste Fehlstart einer Vega-Rakete von Arianespace überhaupt. Wo genau sie sich jetzt befindet, ist allerdings unklar.

Arianespace: Erster Fehlstart der Vega-Rakete

„Im Namen von Arianespace möchte ich mich bei unseren Kunden für den Verlust ihrer Fracht entschuldigen.“ Der Start der Trägerrakete war zuvor zwei Mal wegen ungünstiger Wetterbedingungen und starker Höhenwinde über Kourou in Südamerika verschoben worden. Die europäische Weltraumbehörde Esa betreibt dort, nördlich von Brasilien, ihren Weltraumbahnhof.

Die Vega-Rakete hätte im Auftrag der Vereinigten Arabischen Emirate den an Bord befindlichen ErdbeobachtungssatellitenFalconEye1“ ins All bringen sollen. „FalconEye1“ sollte hochauflösende Bilder aufnehmen und sie zurück zur Erde übertragen.

Die Vega ist mit 30 Metern Höhe der kleinste Lastenträger im Arsenal des europäischen Raketenbetreibers Arianespace. Sie ist für kleine Wissenschafts- und Erdbeobachtungssatelliten geeignet. Ihren erfolgreichen Erstflug absolvierte sie am 13. Februar 2012. Dem Betreiber zufolge startet die Rakete pro Jahr drei- bis viermal in den Weltraum. Das Unternehmen nutzt außerdem die Ariane 5 und die Sojus aus russischer Produktion.

Auslöser noch unbekannt

Arianespace-Chef Stéphane Israël hatte kurz nach dem Start auf Twitter noch geschrieben, dass die Vega-Rakete gestartet sei. Über das anschließende Fiasko informierte Arianespace dann aber zunächst weder auf seiner Webseite noch auf den zuvor bespielten Social-Media-Kanälen. Es war der sechste Flug des Raketenbetreibers im Jahr 2019.

Der Satellit „FalconEye1“ wurde vom Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus und dem Luft- und Raumfahrthersteller Thales Alenia Space entwickelt. Die Bilder, die „FalconEye1“ aufnimmt, sollten zum Beispiel für Kartierung, landwirtschaftliche Überwachung, Stadtplanung oder Überwachung der Grenzen und Küsten der Vereinigten Arabischen Emirate verwendet werden. Im Laufe des Jahres sollte eigentlich auch der Satellit „FalconEye2“ in den Weltraum gebracht werden.

Arianespace gehört zur ArianeGroup, die wiederum ein Gemeinschaftsunternehmen des europäischen Luftfahrtkonzerns Airbus und des französischen Triebwerkherstellers Safran ist.

Es ist nicht unüblich, dass es bei einem Raketenabflug mal zum Fehlstart kommt. Auch die Sojus-Rakete versagte auf dem Weg zur ISS-Raumstation. Die Crew musste notlanden und der deutsche Astronaut Alexander Gerst musste befürchten noch länger im All zu bleiben.

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