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So unglaublich teuer ist es für NASA und Co. zum Mond, Mars und weiter zu reisen

Willst du zum Mond fliegen oder zum Mars? So viel kostet das alles.
Willst du zum Mond fliegen oder zum Mars? So viel kostet das alles.
Foto: iStock/Sergydv
Es muss himmlisch sein, zum Mond und zum Mars zu fliegen. Wären da nicht die enormen Kosten für die Reise. Wir zeigen dir auf, was die NASA und am Ende du für Weltallflüge zahlen musst.

Was kostet das Weltall? Ach, dann nehme ich lieber 'ne kleine Cola. Ob du nun daran interessiert bist, selbst zum Mars oder zum Mond zu fliegen oder noch weiter, der Traum von Reisen ins Weltall ist seit Generationen ungebrochen, vor allem heute, 50 Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung. Die technologische Verwirklichung lassen sich die NASA und anderen Raumfahrtorganisationen einiges kosten, ebenso wie SpaceX und andere Privatunternehmen, die seit einiger Zeit im Spiel mitmischen.

Reisen zum Mond, Mars und darüber hinaus: Das kostet

Während Fliegen auf der Erde durch Easyjet und Co. immer günstiger wird, spielen die Kosten für Flüge zum Mond, Mars und anderen extraterrestrischen Orten in einer ganz anderen Liga. Wir zeigen dir die hypothetischen und realen Kosten übersichtlich auf – vom Raketenstart bis zum Monddorf. So viel kostet die Weltraumerforschung.

1. Der Raketenstart

Kosten: rund 10.000 US-Dollar pro Pfund an Last

Einfach nur den Orbit zu verlassen, kostet NASA und andere Weltraumorganisationen enorm viel. Vor allem, wenn sie pro Pfund Last an Bord einer Rakete 10.000 US-Dollar bezahlen. Kein Wunder, dass NASA-Astronauten nur 1,5 Pfund (0,5 kg) erlaubt ist.

2. 9 mal zum Mond

Kosten: rund 140 Milliarden US-Dollar

Die neun bemannten Apollo-Missionen geben einen guten Eindruck davon, wie teuer ein Flug zum Mond ist. Die US-Regierung gab 23,6 Milliarden US-Dollar für die bemannten Weltallflüge zwischen 1959 und 1973 aus. Verglichen mit dem Dollarkurs 1973 und der Inflationsrate wären das heute ungefähr 140 Milliarden Dollar oder pro Jahr neun Milliarden.

Das klingt im Verhältnis zu sonstigen Staatskosten nicht viel. Das würde 3,4 Prozent des gesamten US-Etats von 2018 ausmachen. Heutezutage sind die Technologien außerdem effizienter geworden, die Kosten konnten mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit gesenkt werden.

3. Einmal ins Weltall und zurück

Kosten: circa 1,56 Milliarden US-Dollar pro Mission

Nach dem Apollo-Programm folgte schließlich das U.S. Shuttle Programm. Dabei ging es darum, Raumschiffe ins All und wieder zurück zur Erde zu schicken, weiterhin mit dem Ziel, so viel wie möglich dort draußen zu erforschen. Fun Fact: Als das Programm erstmal 1972 verkündet wurde, war das Ziel, Kosten zu reduzieren, damit Weltraumflüge künftig einmal pro Woche für "nur" 20 Millionen Dollar stattfinden könnten.

Es kam anders. Unter anderem deswegen, weil die 134 Missionen mit je 1,5 Milliarden Dollar Kosten die Schätzungen doch weit überstiegen. Immerhin waren das 75 mal mehr Kosten als ursprünglich angenommen.

4. Weltraumflug, wenn du kein Astronaut bist

Kosten: 52 Millionen US-Dollar

Die einfachste Möglichkeit ins Weltall zu fliegen, ist die, Astronaut zu werden. Ein schwieriger Berufsweg, nur die wenigstens schaffen es ihren Traum zu verwirklichen. Doch Gott sei Dank formieren sich neben der NASA und Co. immer mehr Privatunternehmen wie SpaceX, die den Weltraumtourismus vorantreiben wollen. So steht Elon Musks erster Weltraumtourist bereits fest.

Und in naher Zukunft wird die NASA bei den Shuttles, die zur Versorgung der ISS eingesetzt werden, nicht alle Plätze mit ihrem eigenen Personal besetzen. Das bedeutet: Da ist noch was für dich als Nicht-Astronauten frei. Der Ticketpreis? SpaceX hat 52 Millionen Dollar pro Platz angegeben, das kann sich aber noch ändern.

5. Flug zum Mars

Kosten: von 500.000 bis 828.000 US-Dollar

Der Mars ist in, vor allem seit Elon Musk die große Mars-Besiedlung plant. Nur 500.000 Dollar soll es kosten, zum Mars zu fliegen, das wäre verhältnismäßig günstig.

Elon Musk zieht um – auf den Mars

Gemessen an der jüngsten Mission, der InSight Mars Lander, die den roten Planeten 2018 erreicht hat, kostet ein Flug zum Mars 828 Millionen Dollar. Da ist die Musk-Variante deutlich lukrativer. Aber zugegeben, der Tech-Pionier war selbst noch nicht dort oben.

6. Ab zum Asteroiden

Kosten: 150 Millionen US-Dollar

Eine eher "kostengünstigere Variante". Zuletzt auf einem Asteroiden war die japanische Raumsonde Hayabusa2. Die Gesamtkosten der Mission: 16,4 Milliarden Yen oder eben 150 Millionen Dollar.

7. Flug hinter unser Sonnensystem

Kosten: 5,4 Milliarden US-Dollar

Unser Sonnensystem ist längst nicht alles. Dahinter liegen weitere Galaxien und möglicherweise ganze Universen. Das erste Raumschiff, das hinter unser Sonnensystem und damit in den interstellaren Raum geflogen ist, ist die Voyager 1. Sie wurde am 5. September 1977 gelauncht und noch heute sendet sie regelmäßig Daten zur Erde.

Die Gesamtkosten des Voyager-Programms (es gibt auch noch die Schwestersonde Voyager 2) beliefen sich 1972 auf 865 Millionen und heute verhältnismäßig auf 5,4 Milliarden US-Dollar. Fang schon mal an zu sparen.

Die Zahlen stammen von der Seite gobankingrates.com.

Weltraumflüge: Bald eine reelle Gefahr?

Willst du zum Mars und Mond fliegen und am liebsten noch weiter, musst du dich noch ein wenig gedulden. Andererseits hat der Wettlauf ins All mit privaten Unternehmen wie SpaceX jetzt noch mehr Konkurrenz. Das ist gut für dich, dadurch geht die Forschung schneller voran. So soll das erste Monddorf aussehen. Aber sei gewarnt: Der erste Mondtrip wird für Touristen sehr gefährlich.

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