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Menschenmassen: Die Weltbevölkerung steigt jährlich um die Population Deutschlands

Jährlich wächst die Welt etwa um die Bevölkerung eines weiteren Deutschlands. Tatsächlich ist die steigende Zahl der Menschen, die auf der Erde leben, ein Problem für unseren Planeten. So viele Menschen leben auf der Erde.
Jährlich wächst die Welt etwa um die Bevölkerung eines weiteren Deutschlands. Tatsächlich ist die steigende Zahl der Menschen, die auf der Erde leben, ein Problem für unseren Planeten. So viele Menschen leben auf der Erde.
Foto: iStock/Dmytro Varavin
Im Gegensatz zum Universum breitet sich die Fläche auf der Erde nicht weiter aus. Hier erfährst du wie viele Menschen auf der Erde leben.

Am 11. Juli 1987 haben die Vereinten Nationen den Weltbevölkerungstag eingeführt. Jedoch nicht aus Freude, sondern um den weiteren Wachstum möglichst zu bremsen. Damals waren es fünf Milliarden Menschen, die unsere Erde bewohnt haben. Heute ist die Zahl drastisch gestiegen. Wie viele Menschen genau auf der Erde leben und welche Zahlen wir laut Prognosen noch zu erwarten haben, erfährst du hier.

Weltbevölkerung: Wie viele Menschen leben auf der Erde?

Wäre die Welt ein Dorf, dann würden von jedem Kontinent unterschiedlich viele Menschen in diesem Ort leben: 5 Nordamerikaner, 9 Lateinamerikaner, 10 Europäer, 16 Afrikaner und 60 Asiaten und ein Ozeanier. Das Dorf bekommt jährlich an Zuwachs mit etwa einem Dorfbewohner. 35 Jahre später hat das Dorf ein Drittel mehr an menschlichen Zuwachs bekommen. Weitere 50 Jahre später ist das Dorf doppelt so groß.

So kann man sich auch den Zuwachs auf unserer Erde vorstellen. Die Weltbevölkerung ist rapide angestiegen. Während 1960 noch etwa drei Milliarden Menschen auf der Erde gelebt haben, sind es heute 7,7 Milliarden Menschen. Wenn wir diesen Wachstum völlig ungebremst fortsetzen würden, dann wäre die Weltbevölkerung im Jahr 2100 20 Milliarden Menschen groß.

Bevölkerungswachstum: Das sind die Ursachen

1950 bekam eine Frau im weltweiten Durchschnitt rund fünf Kinder, berichtet der Bayrische Rundfunk. Im Jahr 1990 waren es nur noch 3,2 Kinder pro Familie. Bis heute ist die Geburtenrate tatsächlich noch mehr gesunken: 2,5 Kinder bekommt eine Frau durchschnittlich in ihrem Leben.

Allerdings sieht das in den Entwicklungsländern anders aus. In den afrikanischen Regionen südlich unter der Sahara bekommen die Frauen im Schnitt 4,6 Kinder in ihrem Leben. Das liegt unter anderem daran, dass die Familien dort häufig Kinder als Absicherung für das Leben im Alter ansehen. Außerdem bekommen Frauen im jüngeren Alter Kinder.

Zudem kann jeden vierte Frau in einem Entwicklungsland nicht verhüten. Auch Unterdrückung und mangelnde Aufklärung führen zu zahlreichen ungewollten Schwangerschaften. Vergleichsweise lag die Geburtenrate in Deutschland bei 1,57 im Jahr 2017. Trotzdem sinkt die Geburtenrate in Afrika, denn im Jahr 1960 lag der Durchschnitt noch bei 6,6 Kindern pro Frau.

Millionenstädte: Hier wohnen die meisten Menschen

Prognosen nach werden im Jahr 2050 vermutlich 70 Prozent der Menschen in Städten leben. Weltweit gibt es 548 Millionenstädte. Aber auch hier ist der Platz begrenzt. Als größte Metropolregion gilt momentan die japanische Hauptstadt Tokio. Hier leben mehr als 39 Millionen Menschen auf sehr engem Raum: 6.000 Menschen leben hier auf einem Quadratkilometer. In Jakarta ist es noch enger: hier leben 14.500 Menschen auf einem Quadratkilometer.

Indiens Hauptstadt Neu-Delhi beherbergt derzeit 28 Millionen Menschen. Indien ist zudem auf dem Weg das bevölkerungsreichte Land zu werden und China vom ersten Platz zu stoßen.

Fazit: Die Zahlen sinken

Allgemein lässt sich jedoch feststellen, dass die Zahlen niedriger werden. Der Wachstum ist nicht mehr so schnell, wie vor einigen Jahren. Laut Prognosen der Vereinigten Nationen werden im Jahr 2011 etwa 10,9 Menschen auf der Erde leben. Wenn die Geburtenrate von 2,5 Kindern pro Frau weiter auf 2 sinkt, dann hätten wir die sogenannte Erhaltungsrate der Vereinigten Nationen erreicht.

Eine zu hohe Bevölkerung schadet der Erde enorm, denn je mehr Menschen, desto mehr CO2-Ausstoß. Das Klima unserer Erde leidet enorm und die UN warnt sogar, dass die Arktis nicht mehr vor dem Schmelzen gerettet werden kann. Vielleicht steht die Menschheit aber auch schon vor einem Weltuntergang im Jahr 2050.

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