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Pornos schauen: Sind Männer und Frauen gar nicht so unterschiedlich?

Wenn Männer und Frauen Pornos schauen, gibt es da Unterschiede in der Wahrnehmung.
Wenn Männer und Frauen Pornos schauen, gibt es da Unterschiede in der Wahrnehmung.
Foto: iStock/LuckyBusiness
Die Unterschiede von Männer und Frauen sind unzählig. Bekannt ist auch, dass Männer mehr Pornos anschauen als Frauen. Doch konnten Forscher in diesem Zusammenhang trotz allem eine Gemeinsamkeit feststellen.

Wenn es darum geht, zu definieren, wer mehr Pornos schaut, dann machen die Männer das Rennen – wobei Frauen beim Porno-Konsum langsam aber sicher aufholen. Forscher gingen zunächst davon aus, dass die Ungleichheit beim Konsum auch dazu führt, dass ein erotischer Film auch anders aufgefasst wird. Gibt es einen Unterschied bei Männer und Frauen, wenn sie einen Porno schauen?

Porno schauen: Das passiert im Gehirn

Die Annahme der Wissenschaftler war, dass Sex-Szenen, wie sie in Pornos vorkommen, Männer und Frauen unterschiedlich stark stimulieren und somit verschiedene Areale des Gehirns aktivieren könnten. Doch diese These ließ sich nicht bestätigen. Ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik in Tübingen konnte diesen großen Irrtum zum Thema Porno schauen aufdecken.

Dazu führten die Wissenschaftler eine Metaanalyse mit insgesamt 61 Studien und 1.800 Probanden durch. Ein Geschlechterunterschied bei der Verarbeitung von Pornos konnte dabei nicht festgestellt werden.

So lief die Porno-Studie ab

Die Teilnehmer sollten sich erotische Bilder oder Filme ansehen. Zeitgleich maßen die Forscher die Hirnaktivität der Probanden per fMRT. Es wurde eine ganze Reihe von aktiven Arealen wahrgenommen, die bei neutralem Material inaktiv waren.

Darunter befanden sich auch die Inselrinde, die mit Liebes- und Lustempfindungen im Zusammenhang steht, sowie die Amygdala, die bei emotionalen Bewertungen aktiviert wird.

Keine Unterschiede zwischen Männer und Frauen

Das Ergebnis wird überraschen: Das Forscherteam konnte keinerlei Unterschiede der Hirnaktivitäten bei Männer und Frauen feststellen. Dabei machte es auch keinen Unterschied, welcher sexuellen Orientierung der jeweilige Proband angehörte.

Die Wissenschaftler vermuten, dass Studien, die bisher ein anderes Ergebnis erzielten, zu wenige Teilnehmer getestet haben. Für weitere Forschungsansätze würde sich Faktoren wie Hormone, Motivation oder persönliche Ansicht gegenüber Pornos eignen.

Wusstest du eigentlich, dass dein Porno-Konsum fatale Folgen für den Planeten hat?

Sei froh, dass du nicht in Großbritannien lebst. Dort wird bald eine Porno-Sperre eingeführt.

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