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Diese Fukushima-Entdeckung bereitet Wissenschaftlern große Sorgen

Auch Jahre nach der Nuklearkatastrophe des Atomkraftwerks Fukushima machen Forscher radioaktive Strahlung an weiteren Orten ausfindig.
Auch Jahre nach der Nuklearkatastrophe des Atomkraftwerks Fukushima machen Forscher radioaktive Strahlung an weiteren Orten ausfindig.
Foto: imago images / Panthermedia
Vor etwa acht Jahren kam es zu einer Kernschmelze im Atomkraftwerk von Fukushima. Auch nach dieser Zeit sind noch nicht alle Gefährdungen der Umwelt erforscht. Diese Entdeckung ist erschütternd.

Wegen eines heftigen Erdbebens und einem daraus entstandenen Tsunami kam es im Atomkraftwerk von Fukushima im Jahr 2011 zu einer Kernschmelze in drei Reaktoren. Die Nuklearkatastrophe verbreitete erhebliche Mengen nuklearer Stoffe und noch immer sind die totalen Auswirkungen für Mensch und Umwelt unklar. Forscher machten eine besorgniserregende Entdeckung, mit der sie nicht gerechnet hätten.

Atomkraftwerk Fukushima: Diese Entdeckung lässt Forscher bangen

Die Entdeckung bezieht sich auf die Auswirkungen des atomaren Unfalls. Wissenschaftler fanden nämlich heraus, dass sich die höchsten Konzentrationen von radioaktivem Cäsium 137 im Ozeanwasser nicht wie erwartet im Hafen des Kernkraftwerks befanden, sondern unter dem Sand der umliegenden Strände.

Wie Business Insider berichtet, wurden auch noch 100 Kilometer von dem Atomkraftwerk entfernt, Spuren von Cäsium nachgewiesen. Das radioaktive Material hat sich unterirdisch angereichert und wird nach Prognosen der Forscher noch lange in den Sandkörnern bleiben. Um das herauszufinden, haben die Wissenschaftler über zwei Jahre hinweg verschiedene Wasserproben miteinander verglichen.

Wellen verbreiten radioaktives Material

Da die höchste Konzentration im Brackwasser, also der Mischung aus Süß- und Salzwasser, gefunden wurde, gehen die Experten davon aus, dass das Cäsium durch Wellen und Gezeitenänderungen verbreitet wurde. Auf diese Art und Weise gelang der Stoff auch in den Sand. Die Gute Nachricht ist allerdings, dass die Wellen auch sauberes Wasser an den Strand spülen, welches dafür sorgt, dass das Cäsium wieder abgebaut wird.

Das Brackwasser soll die Bewohner aber nicht gefährden, da sie es nicht für ihren alltäglichen Gebrauch nutzen. Trotzdem scheint es erschreckend, wie weit sich radioaktives Material ausbreiten kann.

Während Wissenschaftler und Naturschutzorganisationen hochgradig besorgt sind, fährt Russland mit einem mobilen Atomkraftwerk über das Meer. Übrigens kann Radioaktivität auch durch das Eisschmelzen freigesetzt werden.

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