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Von wegen Zufall: Das passiert wirklich, laut Wissenschaft

Es gibt keinen Zufall. Das zumindest sagen Forscher.
Es gibt keinen Zufall. Das zumindest sagen Forscher.
Foto: pexels
Gibt es wirklich Zufälle oder erscheinen sie uns nur als willkürliche Ereignisse? Glaubt man Forschern, steckt tatsächlich Logik dahinter, die wir nur nicht erkennen.

Per Definition verstehen wir unter Zufall ein Ereignis oder auch das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse, für die es keine kausale Erklärung gibt. Interessanterweise sieht die Wissenschaft das anders: Es gibt keinen Zufall, wir müssen nur etwas flexibler denken.

Es gibt keinen Zufall, nur Wahrscheinlichkeiten

In deinem Alltag kann quasi alles einen Zufall hervorrufen, du bemerkst es nur nicht, weil die meisten davon eher langweilig sind. So wie ein blaues Auto, das neben einem anderen blauen Auto steht. Wir stolpern nur dann über solche Ereignisse, wenn sie uns als besonders selten erscheinen.

Woran wir dabei nicht denken: Es gibt keinen Zufall, sondern nur Wahrscheinlichkeit. Das heißt auch äußerst seltene Vorkommnisse treten mit einer solchen auf, wenn die Möglichkeiten dafür gegeben sind. Weil es jedoch kaum möglich ist, die tatsächliche Wahrscheinlichkeit dieser Ereignisse abzuschätzen, erstaunen sie uns umso mehr.

Denk flexibel

Für andere Zufälle lassen sich dagegen Prognosen anstellen. So besteht eine beinahe 50-prozentige Chance, dass mindestens zwei von 23 Spielern eines Fußballspiels (einschließlich Schiedsrichter) am selben Tag Geburtstag haben.

Die Wahrscheinlichkeit dafür steigt dramatisch an, wenn wir etwas flexibler bei der Definition von Zufall sind und zum Beispiel Geburtstage an aufeinanderfolgenden Tagen dazuzählen. Dann erhöht sich die Chance laut Experten der BBC dafür auf beinahe 90 Prozent.

Kein Zufall: Selbst scheinbar Unerklärliches basiert auf Logik

Ein besonders gruseliges Beispiel ist der Roman "The Wreck of the Titan". Darin geht es um den weltgrößten Überseedampfer, der einen Eisberg rammt und aufgrund zu weniger Rettungsboote zahlreiche Todesopfer fordert. Das Unheimliche: Der Roman erschien 14 Jahre bevor die echte Titanic 1912 gesunken ist.

Und selbst für diese scheinbare Prophezeiung des Unglücks gibt es eine logische Erklärung. So waren beispielsweise die Gefahr, die Eisberge für große Schiffe darstellt, und die Bereitstellung von Rettungsbooten bereits zur Entstehung des Romans ein diskutiertes Thema. Und auch die pompöse Namensgebung bei Ozeanriesen galt als verbreitet. Ergo: Es gibt keinen Zufall.

Spannend wird es, wenn du dir anschaust, welche vermeintlichen Zufälle zu Erfindungen geführt haben, die heute unseren Alltag prägen.

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