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Kontakt zu Aliens: Forscher wollen Laser-Lichtblitze statt Radiosignale ins All senden

Do, 17.01.2019, 14.13 Uhr

Wurden wir 2017 von einer Alien-Sonde besucht?

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Die Chance mit Aliens zu treffen, ist äußerst gering. Schließlich muss man potenzielle Außerirdische erstmal erreichen. Stärker als bisherige Radiosignale sind Laser-Lichtblitze.

Auf der Suche nach außerirdischem Leben im All waren bisher Radioblitze beziehungsweise -signale vorherrschend. Nun hat das SETI-Institut, das Leben im All erforscht, einen neuen Weg gefunden haben, um mit anderem Leben im All in Kontakt zu treten. Mit spektakulären Laserblitzen will es Aliens erreichen.

Laserblitze rücken aus auf Alien-Suche

Der Wunsch, außerirdisches Leben im All zu finden, ist nicht neu. Seit den 1980er Jahren ist auch das von der NASA unterstützte Non-Profit-Institut SETI daran interessiert. Auf seiner Suche hat es bisher Radiosignale verwendet. Nun jedoch führt eine Kooperation mit dem Gammastrahlenobservatorium Veritas zu einer neuen Methode: laserähnliche Lichtblitze.

Seit rund 100 Jahren schicken Menschen Radiosignale ins All, um möglichen extraterrestrischen Spezies da draußen ein Zeichen zu geben, dass wir da sind (also auf der Erde). Dabei hoffen sie, die Signale mögen irgendwo ankommen und im besten Fall sogar beantwortet werden. Es braucht kein wissenschaftliches Studium, um zu erkennen, dass diese Versuche bislang erfolglos blieben. Die neue Methode der Laserlichtblitze wird immerhin ernster genommen.

Es geht darum, nach kurzen Lichtblitzen wie zum Beispiel pulsierenden Lasern zu suchen, mit denen über interstellare, also außerhalb unseres Sonnensystems befindliche Distanz möglicherweise mit Aliens kommuniziert werden könnte.

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Die Aliens so: Da ist Sauerstoff

"Mit einem Lichtstrahl kann man noch mehr Bits pro Sekunde senden als mit einem Funkstrahl", sagte Dr. Seth Shostak, Senior Astronomer am SETI-Institut in Mountain View, Kalifornien zum Magazin Inverse. "Es liegt nur daran, dass die Frequenz höher ist. Das ist also alles nur eine ziemlich einfache Physik, aber ich denke, dass es in der Vergangenheit schwierig war, eine Lichtquelle zu erzeugen, die intensiv genug war, um tatsächlich das Signal zu erzeugen, das leicht erkannt werden konnte."

Die massiven Teleskope von Veritas soll die Forscher einen entscheidenden Schritt weiter bringen. Sie wurden gebaut, um kosmische Gammastrahlen zu entdecken und nur Nanosekunden kurze, "pulsierende optische Leuchtfeuer" aufzuspüren, eben jene Laserlichtblitze.

Wie aber sollten Aliens in diesem Fall wissen, dass wir da sind? "Wenn sie mehr als 70 Lichtjahre entfernt sind, wissen sie wahrscheinlich nicht einmal, dass wir hier sind, weil keines unserer Hochleistungsgetriebe sie erreicht hat", sagte Shostak. "Aber sie würden wissen, dass es Leben auf der Erde gibt, weil sie das von unserem Planeten reflektierte Licht gemessen haben und sagen würden: "Hey Mann, da ist Sauerstoff in der Atmosphäre ", was natürlich auf die Photosynthese zurückzuführen ist."

Problem: Die vielen Sterne

Die mächtigsten Laser auf der Erde können einen Impuls von 500 Terrawatt nur ein paar Nanosekunden übermitteln. Ein Signal in 1.470 Lichtjahren Entfernung könnte Veritas aufschnappen. Die Zahl der Sterne unseres Universums ist aber einfach zu hoch, um alles im Blick zu haben, selbst für ein Riesen-Teleskop.

Ein Laserlichtstoß könnte verwendet werden, um um zu zeigen, wo die Nachricht herkommt oder Informationen über ihre fremde Zivilisation oder beides enthalten. Laut Shostak ist es jedoch weiterhin wichtig, sich auf Funkübertragungen zu konzentrieren. Denn eine Radioantenne hätte einen klaren Vorteil: einen breiteren Strahl.

Auch dieses mysteriöse Signal aus dem All gab Forschern Rätsel auf. Überleg doch mal: Wie würdest du auf Aliens reagieren? Ein Forscher vermutet, dass es einen bestimmten Grund gibt, wieso wir noch nicht auf Außerirdische gestoßen sind. Ein anderer meint, der "Große Filter" könnte die Alien-Frage beantworten.

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