Science 

Mars-Warnung: NASA-Astronauten könnte schon der Weg zum Roten Planeten den Verstand kosten

Der Mars: NASA, SpaceX & Co. auf Jagd nach dem Roten Planeten
Mo, 05.08.2019, 16.59 Uhr

Der Mars: NASA, SpaceX & Co. auf Jagd nach dem Roten Planeten

Beschreibung anzeigen
Wissenschaftler haben die NASA darum gebeten, ihre Pläne für Mars-Reisen noch einmal zu überdenken. Grund dafür ist eine Gefahr, die schon im All auf Astronauten lauert.

Eine jüngst durchgeführte Studie von Wissenschaftlern hat zu einem bedenklichen Ergebnis für die NASA und ihre Mars-Mission geführt. Das ermittelte Risiko ist so groß, dass die Forscher dazu raten, das komplette Konzept zu überdenken.

NASAs Mars-Mission: Diese Gefahr lauert auf Astronauten

Was die Wissenschaftler herausfanden, könnte hauptsächlich für die an der Mars-Mission beteiligten Astronauten zur großen Gefahr werden. So hat das einzigartige Experiment des Forscherteams herausgefunden, wie schädlich sich die Strahlung im All auf das lebende, menschliche Gehirn auswirkt.

Erste Erkenntnisse der Studie deuten daraufhin, dass NASAs Mars-Astronauten ernsthafte Gedächtnisstörungen, Lernbeeinträchtigungen ebenso wie stark vermehrt auftretende Angstzustände drohen. Und dies allein schon, bevor sie den Roten Planeten überhaupt erreicht haben.

Mögliche Gehirnschäden sind kein Deal-Breaker für die Mars-Mission

Ganze sechs bis neun Monate wären die Mars-Reisenden dauerhaft der intensiven Strahlung aus dem All ausgesetzt. Für die Forscher selbst ist dies jedoch noch kein Grund, die Mars-Mission abzubrechen. Es ginge nur darum, die Methodik anzupassen: "Das ist kein Deal-Breaker für die Raumfahrt, aber wenn wir Astronauten rausschicken, müssen wir auf die Konsequenzen durch die Strahlenbelastung vorbereitet sein", berichtet Charles Limoli, Co-Autor und Professor für Radioonkologie an der Irvine School of Medicine der Universität von Kalifornien.

Worauf geachtet werden müsse, sei, dass dadurch für die Mars-Mission kritische Defizite in der Leistung der NASA-Astronauten hervorgerufen werden könnten. Was diese genau sind, würde man aber erst herausfinden, wenn man sich auf den Weg zum Mars und weiter ins Universum begibt.

40 Mäuse wurden bestrahlt

Die Studie ist die erste ihrer Art und beschäftigt sich mit den Auswirkungen Weltall-relevanter Strahlung auf das lebende Gehirn. Dazu wurden 40 Mäuse über sechs Monate Dosen von einem Milligray pro Tag ausgesetzt. Das wäre annähernd die gleiche Strahlungsbelastung, der NASA-Astronauten auf dem Weg zum Mars ausgesetzt sind.

Während der Bestrahlung testeten die Forscher die Mäuse auf ihre Fähigkeit zu lernen und sich zu erinnern, auf ihre Bereitschaft zur Interaktion mit neu dazugekommenen Mäusen und auf weitere Faktoren. Verglichen wurden die Ergebnisse anschließend mit einer Referenzgruppe an 40 Mäusen, die der Strahlung nicht ausgesetzt waren.

Bevor die ersten Astronauten aber tatsächlich auf dem Mars landen, ist die NASA dort bisher nur mit Curiosity aktiv. Der Mars-Rover macht dabei gespenstische Bilder oder auch gleich aufregende Entdeckungen. So fand die NASA mögliche Anzeichen für Leben auf dem Mars.

Zu den Kommentaren
Neueste Videos auf futurezone.de

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen