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Radeln oder sich radeln lassen? E-Biker bewegen sich mehr als konventionelle Fahrradfahrer

Eine Studie ergab nun, dass das Bewegungslevel von E-Bikern und konventionellen Radlern gleich ist. Wie kommt's?
Eine Studie ergab nun, dass das Bewegungslevel von E-Bikern und konventionellen Radlern gleich ist. Wie kommt's?
Foto: Pixabay
Glaubt man einem gängigen Klischee, so sind E-Bike-Fahrer faule Socken, die nicht radeln – sondern sich lediglich radeln lassen. Doch ebendieses Klischee wurde nun enttarnt.

Probiers mal ohne Gemütlichkeit. Denn wer die "faulen" E-Biker bisher belächelt hat, dürfte nun verstummen, schließlich ergab eine neue Studie Folgendes: Wer ein Fahrrad mit Elektroantrieb nutzt, bewegt sich mehr als ein konventioneller Radfahrer. Wir verraten dir, warum das der Fall ist.

Bewegungslevel von E-Bikern höher als das konventioneller Radler

E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Manche Radsportler stehen ihnen aber immer noch skeptisch gegenüber. "Da muss man selbst ja gar nichts mehr machen", tönt dann der Spott. Diese Skeptiker dürften nun aber besonders erstaunt sein, denn laut einer aktuellen Erhebung, die im Transportation Research Interdisciplinary Perspectives Journal veröffentlicht wurde, ist das Bewegungslevel der "moderneren" Fahrer höher als das der konventionellen Radler, berichtet Electrek.

Für die groß angelegte Untersuchung wurden 10.000 Erwachsene in sieben europäischen Ländern untersucht. Die Forscher haben den Durchschnittsverbrauch bei unterschiedlichen Fortbewegungsmittel errechnet, darunter E-Bikes, konventionelle Fahrräder oder Autos.

E-Biker legen längere Distanzen zurück

Die Probanden wurden danach befragt, wie viel Zeit und welche Distanzen sie für diese Aktivitäten pro Woche in Anspruch nehmen. Das überraschende Ergebnis: E-Biker bewegen sich im Gegensatz zu den normalen Radfahrern etwas mehr in der Woche. Der wöchentliche Stoffwechselumsatz, also die Energiemenge, die der Körper verbraucht, ist von E-Bike-Fahrern und Fahrradfahrern geringwertig höher (4.463 und 4.085).

Die Forscher begründen das mit mehr Zeit und größeren Distanzen, die E-Biker im Vergleich zu den konventionellen Radlern im Sattel verbringen. Die Wissenschaftler betonen, dass das Elektro-Gefährt eine gesunde und nachhaltige Transportmöglichkeit darstellen.

Der Unterschied steckt in den Details

Und doch weisen Standard-Fahrer einen geringeren Body-Mass-Index (BMI) als ihre elektro-affinen Kumpanen auf. Während erstere einen BMI von 23,8 vorlegen, haben letztere im Durchschnitt einen BMI von 24,8. Außerdem haben die Forscher belegt, dass E-Biker mit einem Durchschnittsalter von 48,1 Jahren älter sind als die konventionellen mit 41,4 Jahren.

Hast du nun Lust bekommen, selber in ein E-Bike zu investieren – doch dein Geldbeutel ist leer? Kein Problem: Nimmst du diese sportliche Herausforderung an, so schenkt dir ein Berliner Startup ein Elektrofahrrad. Aber ganz egal ob du radelst oder dich radeln lässt: Dieses clevere E-Bike Zubehör sollte an keinem Drahtesel fehlen.

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