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NASA beobachtet Explosion im Universum – aber erst danach geschah das Unglaubliche

Fr, 23.08.2019, 15.54 Uhr

Faszination Universum und die Geheimnisse, die es für uns bereit hält

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Eine Explosion im Universum ist eine aufregende Beobachtung, die der NASA gelang. Tatsächlich verblüffte das Ereignis danach aber deutlich mehr.

Eine massive Explosion im Universum hat die NASA in Atem gehalten. Die Rede ist jedoch nicht von der erstmalig beobachteten Kollision zweier Neutronensterne. Denn schon zuvor konnte etwas beobachtet werden, dass auch für Astronomen nicht alltäglich ist.

Explosion im Universum: Das konnte NASA festhalten

Im August 2016 entdeckte das Neil Gehrels Swift Observatorium der NASA einen Gammastrahl-Ausbruch im Universum, der den Namen GRB160821B erhielt. Als man diesen weiterverfolgte und neu analysierte, stellte sich heraus, dass das Ereignis von den angestellten Vorhersagen abwich.

Laut der aktuellen, neuen Studie sollten die von der NASA beobachteten Infrarotemissionen ins Universum über mehrere Wochen eigentlich heller werden. Stattdessen verblassten sie innerhalb von nur zehn Tagen.

Was die Forscher damals nicht wussten: Auch hierbei handelte es sich möglicherweise um die Explosion durch zwei aufeinander treffende Neutronensterne oder die Kollision eines Schwarzen Lochs mit einem Neutronenstern.

Nach der Explosion im Universum geschah das Unglaubliche

Noch viel beeindruckender sind jedoch die Folgen der beobachteten "Kilanova". Zum einen erschafft eine Explosion dieser Wucht wertvolle Schwermetalle wie Gold und Platin. Man geht davon aus, dass alles Gold auf der Erde aus historischen Kilanovae hervorgegangen ist.

Zum anderen formte sich im Universum ein Objekt als direktes Resultat der Explosion. Das Überbleibsel, so wird CNN zufolge spekuliert, könnte ein hochmagnetisierter Neutronenstern sein, der die Kollision überlebte und zu einem Schwarzen Loch kollabierte. Spannend sei dies besonders, weil ein solcher Magnetar eigentlich die Produktion von Schwermetallen verlangsamt beziehungsweise stoppt.

Die neue Analyse hat dagegen ergeben, dass die Metalle in irgendeiner Weise dazu in der Lage waren, dem Restobjekt im Universum zu entkommen. Dazu stellte das Ereignis den Forschern zufolge die klarste Kilanova dar, die bisher im weiter abgelegenen Universum beobachtet werden konnte. Man hofft nun durch weitere Untersuchungen besser zu verstehen, welche unterschiedlichen Typen es gäbe und welche Objekte daraus neu entstehen.

So spannend sind Neutronensterne

Dass Neutronensterne im Universum immer wieder für Faszination sorgen, muss nicht immer mit ihrer Explosion und Zerstörung einher gehen. So werden manche Neutronensterne aus gutem Grund mit Schwarzen Witwen verglichen.

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