Science 

Gefahr durch Asteroideneinschlag: NASA und ESA wehren gemeinsam Objekt aus dem All ab

Asteroiden im Video: Wie gefährlich sind sie für die Erde?
Fr, 10.05.2019, 18.32 Uhr

Asteroiden im Video: Wie gefährlich sind sie für die Erde?

Beschreibung anzeigen
Es kann passieren, dass uns durch einen Asteroideneinschlag der Weltuntergang bevorsteht. Wie real die Gefahr ist, zeigt die Kooperation von NASA und ESA.

Will die Menschheit dem durchaus möglichen Weltuntergang durch einen Asteroideneinschlag entgehen, muss sie wohl oder übel zusammenarbeiten. NASA und ESA nehmen die potenzielle Bedrohung aus dem All bereits so ernst, dass sie nun gemeinsam an Abwehrmaßnahmen der tödlichen Geschosse arbeiten.

Asteroideneinschlag auf der Erde: Diese Gegenmaßnahmen sind nötig

Um künftig zu verhindern, dass ein Asteroid einschlagen kann, treffen sich NASA und ESA für nähere Besprechungen in Rom. Dort wird das Vorankommen der gemeinsamen "Asteroid Impact Deflection Assessment"-Mission besprochen. Diese beschäftigt sich damit, einen Asteroiden vor dem Einschlag umzuleiten, indem er zur Kollision mit einem Raumschiff gebracht wird. Ob sich der Weltuntergang wirklich auf diese Weise verhindern lässt, sollen die Gespräche zeigen.

Um das Vorhaben zu testen, wird die NASA zunächst 2021 ein solches Raumfahrzeug auf einen der beiden Didymos-Asteroiden schießen, die sich zwischen Mars und Erde aufhalten. Ein Überwachungsflugkörper soll dabei die Effekte der Maßnahme messen, um zu ermitteln, ob die Laufbahn verändert wurde und sich ein potenzieller Asteroideneinschlag so abwehren lässt.

Im folgenden Teil des Projektes wird die ESA 2024 eine Hera-Sonde starten, um den angezielten Asteroiden näher zu begutachten. dabei geht es um den Einschlagskrater, die Masse des Asteroiden und eine Radaruntersuchung. Die Sonde wird allein zwei Jahre benötigen, um den Asteroiden zu erreichen.

Video: Hera-Raumsonde der ESA

Weltuntergang-Abwehr entspricht nicht dem realen Szenario

Sollte die Mission Erfolg haben, ist dies allerdings nur ein Indikator dafür, dass Abwehrmaßnahmen dieser Art durchführbar sind. Steht ein realer Asteroideneinschlag bevor, unterscheiden sich die Umstände höchstwahrscheinlich. Nicht zuletzt wurden die Didymos-Asteroiden gewählt, weil sie ein einfaches Testobjekt darstellen. So umkreist das kleinere Objekt den größeren Asteroiden langsam genug, um seine Richtung ändern zu können. Ein einzelner Asteroid, der auf die Erde zusteuert, wird schwerer abzulenken sein.

Dazu kommt, dass das Testobjekt bei einem Asteroideneinschlag zwar deutlichen Schaden hinterlassen könnte, für einen Weltuntergang ist es jedoch zu klein und zu langsam. Sollten wir uns aber einem merklich größeren und schnelleren Objekt gegenübersehen, bleibt es fraglich, ob die Maßnahmen überhaupt Effekte zeigen können. Der erste Schritt in Richtung einer solchen planetarischen Abwehr ist aber damit bereits gegangen.

Den Ernstfall testen NASA und ESA übrigens nicht zum ersten Mal. Und auch international sind Experten bereits zusammengekommen, um das fiktive Weltuntergang-Szenario eines Asteroideneinschlags auf der Erde zu simulieren.

Zu den Kommentaren
Neueste Videos auf futurezone.de

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen