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Mysteriöse "Riesenelefanten" im All: Diese Weltall-News wirst du lieben

Die Säulen der Schöpfung sind im Adlernebel zu finden. Sie sind aber klein im Vergleich zu den "Riesenelefanten", die jüngst gefunden wurden. Die Weltall-News der Woche.
Die Säulen der Schöpfung sind im Adlernebel zu finden. Sie sind aber klein im Vergleich zu den "Riesenelefanten", die jüngst gefunden wurden. Die Weltall-News der Woche.
Foto: NASA, ESA and the Hubble Heritage Team (STScI/AURA)
"Riesenelefanten" im All gesichtet. Astronomen habne die Gebilde gesichtet, die 10.000 mal massereicher als unsere Sonne sind. Es ist die wohl süßeste Weltall-News der Woche.

Krebsnebel, Kaulquappen-Galaxie – Objekte im All haben teils schon echt komische Tiernamen. Unter Astronomen hat die zoologische Benennung tatsächlich eine gewisse Tradition. Und die hat nun ein neues "Getier" im Gefolge: mammutsäulenförmige Strukturen aus Gas und Staub, die als "Riesenelefantenstämme" bezeichnet werden. Die wohl süßeste Weltall-News der Woche.

Weltall-News mal niedlich: Das steckt hinter den "Riesenelefanten"

Erst kürzlich fanden Forscher die "Riesenelefantenstämme" genannten kosmischen Strukturen. Das Kuriose daran: Normal große Elefantenstämme sind Astronomen bereits gut bekannt. Die "Riesen" allerdings sind besonders und deshalb diese süße Weltall-News wert.

Normale Elefantenstämme entstehen, wenn neugeborene Sterne extrem viel Strahlung abgeben. Diese kann in der Nähe von Gas und Staub erodieren. Dichte Materialtaschen sind widerstandsfähiger gegen diese Erosion, schützen das nachgeschaltete Gas und den Staub vor dem Strahlungsdruck und erzeugen laut NASA lange Filamente – die Dickhäutern ähnlich sehen.

Die wohl berühmtesten dieser Exemplare heißen Pferdekopfnebel und Elefantenstammnebel sowie Säulen der Schöpfung im Adlernebel. Für Forscher ist die Betrachtung und Analyse solcher Strukturen besonders interessant, weil sie an den Orten von Sternengeburten und früher Evolution angesiedelt sind.

"Elefanten" bis zu 10.000 mal massereicher als Sonne

Mit dem Nobeyama Radio Telescope, einem 45-Meter-Weltraumteleskop konnten Astronomen der University of Tokyo kürzlich eine Vermessung der Ebene unserer Milchstraße vornehmen. In gleich zwei Spiralarmen in 15.000 bis 22.000 Lichtjahren Entfernung konnten sie Elefantenstämme aufspüren – und die Weltall-News verkünden, dass jene Objekte in Größe und Masse mindestens eine Größenordnung größer waren als bisher gesichtete dieser Art.

"Normale" Elefantenstämme sind ein paar Lichtjahre breit und zehnmal so massereich wie die Sonne. Jene drei neu entdeckten Objekte der Gattung sind zwischen 65 und 160 Lichtjahren lang, jedes wiegt rund 1.000 bis 10.000 mal mehr als die Masse der Sonne. Live Science sagte der leitende Forscher, dass die Riesenelefantenstämme durch großflächige Sternenentstehungsaktivitäten in der Galaxie erzeugt werden könnten. Möglicherweise seien es Regionen, aus denen Kugelhaufen mit geringer Masse (kugelförmige Ansammlungen kleinerer Sterne) entstünden.

In einem Paper beschreiben die Astronomen ihre Weltall-News ausführlicher. Es soll bald in den Publications of the Astronomical Society of Japan erscheinen.

Komische kosmische Dinge

Astronomen sind noch auf der Suche nach anderen merkwürdigen Dingen im Weltall. Beispielsweise könnte dies die "fünfte Kraft" des Universums sein. Andererseits könnte auch ein Schwarzes Loch mit Hochgeschwindigkeit den Weltuntergang bedeuten. Zudem brachte dieser Meteoriteneinschlag etwas Undenkbares auf die Erde.

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