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Love & Peace: Wie realistisch ist der Traum einer friedlichen Mondkolonie?

Mo, 05.08.2019, 16.56 Uhr

Faszination Mond: Das Wichtigste 50 Jahre nach der Mondlandung

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Ob Mars oder Mond, viele träumen davon eine Siedlung auf einem anderen Planeten zu schaffen. Doch eine Organisation möchte diese Mission anders angehen.

Es klingt erst einmal wie eine Zeitreise in die 70er Jahre, in denen Liebe und Frieden Themen waren, die die Hippie-Bewegung beherrschten. Diese Idee scheint nun auch Techniker und Entwickler zu inspirieren, wenn sie an die Besiedelung des Erdtrabanten denken. Es soll eine multinationale und friedliche Kolonie geschaffen werden, um Leben auf dem Mond zu ermöglichen. Doch wie naheliegend ist diese Vorstellung?

Leben auf dem Mond soll friedlich stattfinden

Es ist eine Gruppe von Tech-Managern und Ingenieuren aus dem Silicon Valley, die sich mit dem Thema vom friedlichen Leben auf dem Mond auseinandersetzen. Die Open Lunar Foundation aus San Francisco möchte in Hardware investieren, "um die Erforschung und Besiedlung des Mondes zu beschleunigen", wie Bloomberg berichtet.

Dabei soll aber ein Bund geschaffen werden, der nicht an ein bestimmtes Land oder ein bestimmtes Unternehmen gebunden ist. Viele Staaten und Konzerne haben schon länger ein Auge auf den Erdtrabanten geworfen. Doch für die Gruppe an Träumern soll das Leben auf dem Mond in einem entspannten Miteinander stattfinde.

Vor einigen Jahren wurde die Organisation gegründet, nachdem festgestellt wurde, dass Leben auf dem Mond auch schon mit geringen Mitteln, das heißt in diesem Fall Beträge von etwa 2 bis 3 Milliarden US-Dollar, möglich wäre. Mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen kamen sie zusammen und hofften darauf eine harmonische Lösung zu finden.

Die Organisation will mit kleinen Missionen starten

"Wenn wir nicht die Ärmel hochkrempeln und uns engagieren, wird die Zukunft der menschlichen Besiedlung im Weltraum per Definition den Status Quo der derzeit Machthaber widerspiegeln. Um die Dinge auf dem Mond anders zu sehen, mussten wir jetzt experimentieren ", sagte Jessy Kate Schingler, eine Softwareentwicklerin, die bei einem Raketenstart mitgearbeitet hat und dabei geholfen hat, die Gruppe zu gründen.

Mittlerweile sind namhafte Persönlichkeiten Teil der Open Lunar Foundation. Darunter auch Chris Hadfield, NASA-Astronauten, der einige Zeit auf der Internationalen Raumstation ISS war. Oder auch Simon "Pete" Worden, der ehemalige Direktor des Ames Research Center der NASA.

Die Stiftung soll schon 5 Millionen US-Dollar zusammengetragen haben. Damit soll mit kleineren Missionen gestartet werden, die Leben auf dem Mond ermöglichen sollen. Doch können diese kleinen Schritte wirklich für ein friedliches Miteinander auf dem Erdtrabanten sorgen? Die Vorstellung an eine Mond-Kolonie ist für viele noch abstrakt. Schwieriger ist die Vorstellung einer friedlichen Mond-Siedlung. Um Leben auf dem Mond zu ermöglichen, müssen fünf Faktoren beachtet werden. Unterirdische Mondbasen wären notwendig, um eine Mond-Kolonie zu ermöglichen.

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